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Kreisverband Weilheim-Schongau

Frühjahrsgespräch Mythos Bayern

 
Alexander Dobrindt und Dr. Richard Loibl im Gasthof Zum Keppeler, Peiting

Das Frühjahrsgespräch ist eine kleine Tradition im CSU-Kreisverband Weilheim-Schongau. Nach Uli Hoeneß (2013 in Peißenberg), Helmut Markwort (2014 in Penzberg), Dirk Ippen (2015 in Schongau), Notker Wolf (2016 in Oderding) und Alfons Schuhbeck (2017 in Peißenberg) hatte Alexander Dobrindt in diesem Jahr den Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte eingeladen: Dr. Richard Loibl, der an oberster Stelle Verantwortung trägt für die Bayerische Landesausstellung „Mythos Bayern. Wald, Gebirg und Königstraum“, die am 3. Mai in Kloster Ettal eröffnet wird.

Im Zwiegespräch und im Dialog mit dem Publikum reflektierten Alexander Dobrindt und Richard Loibl bedeutende Wegmarken der neueren Bayerischen Geschichte und die Grundidee der diesjährigen Landesausstellung, nicht zuletzt die Frage, inwiefern von einem „Mythos Bayern“ zu sprechen ist.

Im Folgenden einige sinngemäße Zitate von Dr. Richard Loibl:

Inzwischen gehört zum Mythos Bayern auch die CSU, die Bayern und sein Bild in der Welt in den letzten Jahrzehnten wesentlich geformt hat. Das Bild prägt z.B. auch auch das erfolgreiche Bildungsland, das Bayern unzweifelhaft ist.

Gebirg und Wald sind wichtig für das Selbstbewusstsein und die Selbstdarstellung Bayern, wie es seit Ende des 19. Jahrhunderts z.B. in mehreren Weltausstellungen ins Bild gesetzt worden ist. Natürlich sind die Königsschlösser ein enormer Gewinn für Bayern. Das erste Plakat zur Erneuerung des Deutschland-Tourismus nach 1945 zeigte Schloss Neuschwanstein.

Seit der Zeit der Industrialisierung gilt Bayern, zumal seine Berge, als eine Art Sehnsuchtsland, wo die Welt scheinbar noch in Ordnung ist. So möchte man eigentlich leben. Auf der anderen Seite sehen viele auch herab auf die Bayern als scheinbare Hinterwäldler, nicht selten aus Neid. Inzwischen ist Bayern selbst eine industrielle Kernregion Europas, weil es seine Entwicklungschancen gut genutzt hat.

Die Gründung des modernen Bayern nach 1801 bzw. 1815 war eine taktische und strategische Meisterleistung des Königs Max I. und des Grafen Montgelas. Max II. hatte es übrigens zum Programm erhoben, Tradition und Fortschritt in Einklang zu bringen, und hat damit ein zentrales Leitbild vorweggenommen, das Roman Herzog später auf die berühmte Formel von Laptop und Lederhose gebracht.

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