Meldung

Zum Überblick

Festzelt Haunshofen

Ministerpräsident bei den Ochserern in Haunshofen

 

Im August 2009 hat Bayerns Ministerpräsident den Haunshofener Ochserern
sein Wort gegeben und knapp drei Wochen vor der Landtagswahl mit seinem Besuch das Versprechen, wiederzukommen, eingelöst. Mehr noch:
„In vier Jahren möchte ich auch beim Ochsenrennen dabei sein“, verkündeteHorst Seehofer.

 

Nach Schaumparty, Kabarett und Ochsenrennen beendete am Montag eine große
Wahlkundgebung der CSU die viertägigen Festivitäten in Hauns- hofen. Die
Regenwolken hatten sich artig verzogen, als Bürgermeister Korbinian
Steigenberger, Vizelandrätin Andrea Jochner-Weiß und die CSU-Kandidaten den
Ministerpräsidenten ins „knallvolle Festzelt“ (Dobrindt) begleiteten. Dort
erfuhren die Anhänger der Christsozialen aus dem Munde ihres Parteichefs, warum
sie am 15. und 22. September im Wahllokal ihre Kreuzchen für die CSU setzen sollen. 

 

Sein Besuch im „480 Einwohner-Ort Haunshofen“ kurz vor der Wahl sei in
München auf wenig Verständnis gestoßen, plauderte Seehofer drauf los. Aber
versprochen sei versprochen, und: „Wenn ein Ministerpräsident zu groß ist für
kleine Ortsteile, ist er bald zu klein für große Aufgaben.“ Dass der Freistaat
so „glänzend dasteht“, schrieb Seehofer in seiner knapp eineinhalbstündigen
Rede der „großen Leistung der bayerischen Bevölkerung“ und natürlich der
richtigen Regierungsmannschaft zu. „Wir Bayern sind die Pforte zum Paradies“,
sparte der Ministerpräsident nicht mit Superlativen, nachdem ihn sein
Generalsekretär „im Kernland der CSU“ willkommen geheißen hatte. In Schongau,
erinnerte MdB Alexander Dobrindt, hatte einst Franz-Josef Strauß seine
politische Karriere als Landrat begonnen. Bevor der CSU-Chef – von der
Vizelandrätin beschenkt mit einem „Notfall-Korb für den Wahlkampfendspurt“ –
wieder in seine gepanzerte Limousine stieg, hörte er sich noch die Anliegen der
BDM-Milchbauern an und posierte gut gelaunt für Erinnerungsfotos. 

 

 

Zitate vom Festabend

Alexander Dobrindt:

„Die CSU ist die Partei der Heimatliebe und steht für bayerisches
Lebensgefühl. Hier wird es gelebt.“ 

– Zum Vorschlag der Grünen, in öffentlichen Kantinen einen fleischlosen Tag
(Veggieday) einzuführen: „Wir mögen den Ochsen, wenn’s sein muss, auch gebraten.“ 

– Zur Landtagswahl: „Die Menschen im Freistaat Bayern verdienen es, mit
anständiger Politik in die nächste Periode geführt zu werden.“
 

 

Andrea Jochner-Weiß: 

 – „Herr Ministerpräsident, wir wollten Ihnen einen jungen Ochsen
schenken, dann hätten Sie in vier Jahren selbst mitreiten können. Es gab aber
Bedenken, ob der Ochse in der Staatskanzlei artgerecht gehalten wird.“ 

 

Horst Seehofer: 

– Über Dobrindt: „Ein erstklassiger Generalsekretär, auf den ich mich blind
verlassen kann und der mir den Rücken frei hält. Wir reden oft tagelang nicht
miteinander, Schweigen gilt als Anerkennung. Dobrindt wird weitere Stufen der
Karriereleiter erklimmen.“ 

 

– Angesichts guter Wahlprognosen zu Wielenbachs Bürgermeister Korbinian
Steigenberger (Freie Wählerschaft): „Auch Sie können noch bei uns Mitglied
werden, Herr Steigenberger.“ 

– Über seine ehemalige Therapeutin aus Bernried: „Sie hat mir das Leben
gerettet und niemandem erzählt, wie es dem herzkranken Horst Seehofer vor elf
Jahren ergangen ist. Der Herrgott hat mir geholfen, aber sie auch.“ 

– Zur Diskussion um die Autobahnmaut: „Bayern hat 30 Mrd. Euro Investitionsbedarf
beim Bund
angemeldet. Wir zahlen auf fast allen Autobahnen in Europa. Höchste Zeit, dass
auch die anderen bei uns bezahlen. Bayern wird hart dafür kämpfen.“