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Behandelt in der Sitzung vom 09.12.14

Zukunft unseres Staatsbades - Fragenkatalog zur Kur-GmbH

Bad Reichenhall, den 30.11.2014 // Behandelt in der Sitzung vom 09.12.14 
Angenommen mit 21:3 Stimmen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir möchten Sie bitten, folgenden Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratssitzung (öffentlicher Teil) aufzunehmen:

Zukunft unseres Staatsbades - Fragenkatalog zur Kur-GmbH

 

Antrag:

Der Stadtrat möge beschließen, den Oberbürgermeister zu beauftragen, bis zur Februarsitzung des Stadtrates von der Kurdirektorin eine Antwort zu folgenden Fragen einzuholen und den Stadtrat in öffentlicher Sitzung umfassend über die gegebenen Antworten zu informieren:

A. Preisgestaltung

  1. Wie sieht die derzeitige Preisgestaltung bei Anmietung von Räumlichkeiten der Kur-GmbH aus? Wir bitten hierbei um öffentliche Vorlage der Preislisten.
  2. Wie sieht die derzeitige Auslastung des Alten Königlichen Kurhauses aus? Könnten Sie uns hierzu bitte eine detaillierte Aufstellung über die einzelnen Veranstaltungen an die Hand geben?
  3. Die Bad Reichenhaller Philharmonie wird weit über die Stadtgrenzen hinaus für ihre Qualität und ihre hochwertigen musikalischen Leistungen geschätzt und ist mit zahlreichen Veranstaltungen ein erstklassiger Werbeträger für das Stadtbild. Ist es das richtige Konzept seitens der Kur-GmbH, das einzige professionelle philharmonische Orchester in Südostbayern mit einer derartigen Preisgestaltung zu belegen, dass sie sich die Saalmieten für die Abonnement-Konzerte in Zukunft nicht mehr wird leisten können?
  4. Es ist allgemein bekannt, dass ortsansässige Vereine in den vergangenen Jahren zunehmend Schwierigkeiten bekommen haben, sich die Mieten für die Räumlichkeiten der Kur-GmbH leisten zu können. Welche Schritte wurden konkret unternommen, um künftig eine sachgerechte Preisgestaltung für örtliche Vereine zu finden?
  5. Ist es richtig, dass eine Anpassung der Preisgestaltung und der Vergaberichtlinien erst auf nachdrückliche Anregung der örtlichen Landtagsabgeordneten zu Stande gekommen ist? (vgl. Reichenhaller Tagblatt vom 05.09.2014)
  6. Wie wird eine künftige vereinsverträgliche Preisgestaltung aussehen? Ab wann wird diese voraussichtlich wirksam?

Begründung:
Zum 01.01.2015 wird die Stadt Bad Reichenhall zusammen mit der Gemeinde Bayerisch Gmain die Mehrheit bei der Kur-GmbH übernehmen. Tourismus-Referent Gerhard Fuchs hat in der November-Sitzung des Stadtrates zu Recht darauf hingewiesen, dass mit diesem Schritt ein erhöhtes Maß an Verantwortung für den Oberbürgermeister und den Stadtrat einhergeht.

Aus diesem Grunde erscheint es uns gerade jetzt geboten, einige Fragen an die Geschäftsführung der Kur-GmbH zu richten. Der Stadtrat nimmt damit seine Pflicht wahr, das Bestmögliche für die Stadt Bad Reichenhall zu erreichen und weiteren Schaden von ir abzuwenden. Es geht uns ausschließlich darum, jetzt einen fruchtbringenden Diskussionsprozess anzustoßen, der im Bereich des Staatsbads Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain schon lange Zeit erwartet wird. Wir wollen mithelfen, weitere grundlegende Fehlentwicklungen zu vermeiden. Unsere Sorge gilt hier mehreren Teilbereichen:

Insbesondere liegt es uns am Herzen, dass heimische Vereine und Institutionen es sich künftig wieder leisten können, Räumlichkeiten der Kur-GmbH anzumieten. Es steht außer Streit, dass der Betrieb der Liegenschaften finanzielle Mittel erfordert, die auch erst erwirtschaftet werden müssen. Wir meinen allerdings, dass es im Interesse der Stadt Bad Reichenhall, des Staatsbades und letztlich auch der Kur-GmbH selbst liegt, möglichst viele attraktive Veranstaltungen in unserer Stadt zu haben.

Wir unterstützen damit ausdrücklich die Bemühungen des Oberbürgermeisters und zahlreicher Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, von Vereinen sowie Organisationen, sich für eine Verbesserung der Preisgestaltung einzusetzen, Es muss das Ziel sein, über die Gesellschafterversammlung noch mehr als bisher für die Interessen unserer Stadt und unseres Staatsbades einzutreten.

Darüber hinaus erachten wir es für dringend, dass von Seiten der Geschäftsführung endlich transparent darüber informiert wird, welche konzeptionelle Überlegungen das Management hegt. Kurz gefasst wollen wir wissen: Welche Pläne gibt es in den verschiedenen Bereichen (Preisgestaltung, Auslastung, Marketing, Organisationsstrukturen und Motivation) für die Zukunft des Staatsbades?

Wir nehmen sehr wohl wahr, dass es von Seiten der Vermieter wie auch der Belegschaft der Kur-GmbH erhebliche Unzufriedenheit gibt. Dies ist Anlass zur kritischen Bestandsaufnahme, denn aus unserer Sicht kann es ein erfolgreiches Arbeiten in unserer Stadt nur geben, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und uns für die Zukunft unserer Stadt einsetzen.

Wir wollen daher mit diesem Antrag auch abfragen, inwieweit die Geschäftsführung bereit ist, künftig neue Wege zu gehen. Wir wollen dabei in einen konstruktiven Dialog treten und freuen uns auf weiterführende Vorschläge.

Martin Schoberth          Michael Nürbauer

 

 

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