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Ideenwerkstatt zur Marktplatzentwicklung

Bitte [auf dem Markt] Platz nehmen - Markplatzentwicklung Innen vor Außen

 
Marktplatz Bodenmais - Foto: Weber

Der Bodenmaiser Bürgermeister Joli Haller war mit einem Teil des Gemeinderates und Bodenmaiser Einzelhändlern unterwegs um Beispiele für die Marktplatzentwicklung zu besichtigen. Begleitet von zwei Damen der Ideenwerkstatt nonConform wurden unterschiedliche Projekte in der Bayernwaldgemeinde Perlesreut, in Ybbsitz in Niederösterreich, Hinterstoder in Oberösterreich und Haslach an der Mühl in Oberösterreich unter die Lupe genommen.

Der Niederbayerische Markt Perlesreut gilt aktuell als das der Vorzeigeort hinsichtlich Stadtentwicklung. Besichtigt wurden hier das Leuchtturmprojekt "Bauhütte". Nach zweijähriger Sanierungsdauer wurde dem vorher leerstehenden und denkmalgeschützten Gebäude neues Leben eingehaucht. Es dienst als Informations- und Begegnungszentrum für Perlesreut und die Ilzer Gemeinden. Beeindruckend war auch die Neugestaltung der mitten durch den Ort führenden Staatsstraße. Hier wurden neben der Fahrbahn Parkflächen angepasst und der Fahrbahnbelag und der Fußgängerbereich mit dreierlei Pflaster belegt.

Das zweite Ziel an diesem Tag war die Marktgemeinde Ybbsitz in Niederösterreich. Die Delegation wurde hier vom amtierenden Bürgermeister und Altbürgermeister des Ortes empfangen. Hier wurde den Teilnehmern anfangs einiges über die Geschichte des Ortes erklärt und dass diese Geschichte hauptsächlich von der Verarbeitung im Metallbereich geprägt ist. Nach wie vor sind auch die meisten Einwohner in der Metallindustrie beschäftigt und dies konnte man im Ort auch immer wieder sehen. Im Anschluss folgte eine Ortsführung durch den Altbürgermeister die mit einem Besuch des Schmiedemuseums FERRUM und der Schmiedemeile endete. Nach einer kurzen Pause gab es noch eine Besichtigung der Mittelschule Ybbsitz, die vor vier Jahren nach vier Sanierungsabschnitten, jeweils nur in den Sommerferien, ein komplett neues Gesicht erhalten hat. Innenraum stärken heißt auch die jungen Generationen in ihrer Heimat zu "halten". Sehr interessiert folgte die Gruppe dem Direktor der Schule bei seinen Ausführungen, wie die jungen Leute auf "das Leben vorbereitet" werden. Bei der Sanierung der Schule wollte man eine offene und transparente Schule schaffen. Das Lehrerzimmer ist komplett verglast, auch die Tür zum Direktorat hat einen Glasausschnitt, so dass man von draußen reinschauen kann. Durch diese offenen Räume konnte man auch abends den Schülerinnen und Schülern noch bei dem einen oder anderen praktischen Kurs, die alle auf freiwilliger Basis stattfinden und sehr gut besucht werden, zuschauen. Wenn die Schüler eine Vision oder einen Wunsch für ihre Schule haben, wird dieser "überprüft" und durch die Schule nur begleitet, alles andere liegt in den Händer der Schüler.

Die meisten Aha-Effekte gab es wohl bei der ersten Station des zweiten Tages. Das bisherige Geschehen und die Visionen des Alpinen Ski-Weltcuportes Hinterstoder in Oberösterreich wurden vom dortigen Bürgermeister erklärt. Hier ging es weniger um die Geschichte der Ortes, vielmehr darum, wie man das Zentrum des Ortes nicht nur für Einheimische, sondern auch für Urlaubsgäste interessant machen kann. Mitten im alten Dorfzentrum entstand beispielsweise die Hösshalle, deren Hauptgrund vielleicht das ganze Drumherum bei einer Weltcupveranstaltung ist, die aber in erster Linie den Einheimischen dienen sollte und für unterschiedlichste Anlässe genutzt werden kann. Auch das Wanderwegekonzept und das Touristische Leitsystem hat viele beeindruckt.

Haslach an der Mühl in Oberösterreich war die vierte und letzte, aber nicht minder intessante Station dieser Exkursion. Haslach ist als das Zentrum der Mühlviertler Leinenweberei bekannt. Die historische Textilfabrik Vonwiller gilt als ein Wahrzeichen von Haslach und war der zweitgrößte Betrieb des oberen Mühlviertels. Als vor knapp zwanzig Jahren dieser Betrieb schließen musste, stand die Gemeinde vor einer wichtigen Entscheidung. Entweder man tut nichts und riskiert eine Fabrikruine mitten in Haslach oder man forciert die Wiederbelebung des Gebäudekomplexes der im Jahr 2006 durch den Kauf eines in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Fabrikgebäudes noch vergrößert wurde. Im Juli 2012 wurde das "Textile Zentrum Haslach" eröffnet in dem jetzt fünf Partner unter dem Dach des historischen Fabrikgeländes arbeiten.

Diese Gruppe konnte nur Eindrücke von anderen Gemeinden sammeln, jede Kommune ist einzigartig und muss für sich selbst Ideen und Visionen finden. Beteiligen Sie sich an der Ideenwerkstatt der Agentur nonconform vom 04.12. bis zum 06.12.2018 http://www.nonconform-ideenwerkstatt.at/iw/ideenforum-bodenmais/ und besuchen Sie die Veranstaltungen während dieser Zeit.

Auf dem (Markt) Platz nehmen - Marktplatzentwicklung nach der Devise Innen vor Außen

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