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Besuch in der Stadtfeldstraße

CSU und Arbeitsgemeinschaften besichtigen Erstaufnahme-Einrichtung in Deggendorf

Matthias Starzinger, Renate Wasmeier, Armin Steger, Hela Schandelmaier, Christa Katzdobler, Oliver Antretter und Paul Linsmaier beim Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf
 
Matthias Starzinger, Renate Wasmeier, Armin Steger, Hela Schandelmaier, Christa Katzdobler, Florian Roßmeisl, Oliver Antretter und Paul Linsmaier beim Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf

Seit 2. Januar 2015 ist die Erstaufnahmeeinrichtung in der Deggendorfer Stadtfeldstraße in Betrieb und nach gut einem halben Jahr trafen sich die CSU-Ortsverbände aus Deggendorf mit der Frauen-Union, der Jungen Union, der Senioren-Union und der CSA um die Einrichtungen zu besichtigen und sich darüber einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Dr. Christian Moser konnte dazu an die 50 Interessierte begrüßen. Er gab einen kleinen Abriss darüber wie es zur Entstehung der Erstaufnahmeeinrichtung, an der Stelle wo bis letztes Jahr noch eine Asyl-Gemeinschaftsunterkunft war, gekommen ist.

Im Weiteren gab Armin Steger, Mitarbeiter der Regierung von Niederbayern und mitverantwortlich für die Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf, einen Überblick über die momentane Situation. Von den 501 Plätzen im Standort Deggendorf sind momentan 125 belegt mit Flüchtlingen, die hier ihr Asylverfahren durchlaufen. Die restlichen Plätze sind für den Transit reserviert. So kamen von Freitagfrüh bis Samstagfrüh 335 Menschen in Deggendorf an, aber im gleichen Zeitraum wurden auch 350 auf andere Erstaufnahmeeinrichtungen, davon ca. 250 in andere Bundesländer, verteilt. Von den 335 Neuankömmlingen kommen ca. 90 % aus Syrien, Afganistan, Pakistan und dem Irak. Armin Steger betonte auch, dass momentan aus den Westbalkan-Ländern wie Albanien und Kosovo nur noch wenige Flüchtlinge nach Deggendorf kommen.

Das Interesse der Besucher war sehr groß und so stellten sie auch viele Frage, die Armin Steger zusammen mit Dr. Moser beantworteten. Oliver Antretter, Integrationsbeauftragter der Stadt Deggendorf, teilte mit, dass die Flüchtlinge aus Syrien ein sehr hohes Bildungsniveau haben und dass es kaum Probleme in der Einrichtung gäbe.

Dr. Christian Moser wies auch nochmal hin, dass die Stadt Deggendorf bis Ende Juli im Eisstadion ca. weitere 200 Plätze zur Verfügung stellt und dass momentan im Landkreis weitere Unterkünfte gesucht werden. Geplant sind im Landkreis Deggendorf neben den Plätzen an der Stadtfeldstraße weitere 500 Plätze.

Ein großer Interessenspunkt war die Verpflegung der Flüchtlinge. Im früheren Gebäude des Kaufhaus wahrenWert entstand dazu eine Küche, welche sich neben der Verpflegung der Flüchtlinge auch für die Mittagsbetreuung von drei Deggendorfer Schulen kocht. In einem kleinen Vortrag erzählte Matthias Starzinger vom Betreiber, der Lehner Service GmbH, dass die Küche momentan aufgrund des islamischen Fastenmonats Ramadan 22 Stunden in Betrieb ist und somit den Moslems unter den Flüchtlingen die Möglichkeit gibt ihren Glauben auch hier in Deggendorf auszuüben. Außerdem stellte er heraus, dass momentan ca. 2000 Mahlzeiten von der Küche pro Tag ausgegeben werden. Nach einer Besichtigung der Großküche konnten sich einige Besucher auch beim gemeinsamen Essen von der Verpflegung, bei der komplett auf Schweinefleisch verzichtet wird und sich natürlich geschmacklich an die Flüchtlinge anpasst, überzeugen.

Am Ende bedankte sich der Integrationsbeauftragte der Stadt Deggendorf und Organisator des Besuch Oliver Antretter bei Armin Steger und Matthias Starzinger für ihre interessanten Ausführungen. Er stellte auch nochmal heraus, dass es eine gewaltige Leistung aller 140 Mitarbeiter ist, diese Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf in Betrieb zu halten. Alle angeschlossenen Einrichtungen vom Bundesamt für Migration, Gesundheitsamt, Sozialamt, Caritas bis hin zur Polizei haben in sehr guter Zusammenarbeit es bisher geschafft seit dem 2. Januar 17000 Menschen in Deggendorf aufzunehmen und zum Teil in anderen Einrichtungen weiter zu verteilen. Auch beim gemeinsamen Essen habe man feststellen können, dass es in der Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf keine Probleme gibt und die Flüchtlinge auch unter einander respektvoll miteinander umgehen. Am Ende ergiff Paul Linsmaier noch das Wort und dankte Oliver Antretter und Hela Schandelmaier für ihr Engagement im Umfeld der Einrichtung und dass sie so auch eine Brücke zwischen den Flüchtlingen und den Deggendorfer Bürgern bauen.

An der Besichtigung nahmen die Stadträte Paul Linsmaier, Hela Schandelmaier, Renate Wasmeier, Peter Weinbeck, Dr. Monika Jungbauer, FU-Ortsvorsitzende Christa Katzdobler, SEN-Kreisvorsitzender Alois Pinzinger, Mietrachings CSU-Ortsvorsitzenden Manfred Heidel, beiden stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden Yvonne Pletl und Florian Roßmeisl, teil.

Besuch Erstaufnahmeeinrichtung

Dr. Moser und Armin Steger informieren über die Erstaufnahmeeinrichtung Beim Rundgang durch die Erstaufnahmeeinrichtung Matthias Starzinger, Renate Wasmeier, Armin Steger, Hela Schandelmaier, Christa Katzdobler, Oliver Antretter und Paul Linsmaier beim Besuch der Erstaufnahmeeinrichtung in Deggendorf