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FU Aktionstage - Deggendorf

Gesundheit und Ökologie muss im Einklang stehen

Dr. Ulrich Mautner referierte zum Thema
 
Dr. Ulrich Mautner referiert zum Thema "Ernährung und Ökologie maßgeblich für Gesundheit und Lebensqualität"

Frauen-Union befasste sich kritisch mit moderner Lebensqualität

Deggendorf. Den Einfluss von Ernährung und Ökologie auf die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen nahm Agraringenieur Dr. Ulrich Mautner als Referent beim diesjährigen Aktionstag der Frauen-Union Deggendorf kritisch unter die Lupe. Zu Beginn hatte Marianne Nirschl die Teilnehmer ins Reformhaus Luber eingeladen, um den Teilnehmerinnen die Besonderheiten der dortigen Angebote zu erläutern.

Lebensqualität, Wohlergehen und Gesundheit jedes Einzelnen werde maßgeblich über die Ernährung beeinflusst, betonte Mautner bei seinem Vortrag im Gasthaus Höttl. Gleichzeitig sei die Erzeugung und Verarbeitung von Lebendmittel heute mit enormen ökologischen und ökonomischen Veränderungen verbunden. „Gesundheit ist etwas, was man sich immer wieder neu erringen muss“, betonte Mautner. In der heutigen Zeit gebe es viele Faktoren, mit denen die Menschen täglich ihre Gesundheit ruinieren: Rauchen, zu wenig Schlaf, aber auch ungesundes Essen seien dafür Beispiele. Das Wissen über Lebensmittel und deren Zubereitung nehme trotz des enormen Informationsflusses ständig ab. So wussten die Menschen früher, dass frei gesammelte Kräuter mit kochend heißem Wasser aufzugießen seien, um belastende Stoffe aus der Umwelt abzutöten. Heute sei das Kochen von Tee eine Philosophie für sich.

In all den Jahrhunderten der Entwicklung habe sich die Verdauung des Menschen nicht geändert. Die Produktion von Lebensmitteln dagegen sei enormen Veränderungen unterworfen. So sei es kein Wunder, dass viele Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten kämpften. Auch die Dosis von Lebensmitteln bestimme, ob ein Essen krank mache. Aus Marketinggründen werde die Menschheit heute täglich mit Festtagsessen überschüttet.

Die Menschen in Wohlstandsländern würden aber auch erwarten, rund um die Uhr frische Lebensmittel in den Supermärkten zu erhalten. Dafür müsse ein Drittel zu viel an Nahrungsmitteln produziert werden, um anschließend weggeworfen zu werden. Kritisch betrachtete Mautner die Agrotechnik. Diese würde mit immer mehr Produktion in immer größeren Flächen zu fortschreitenden Naturkatastrophen und Hungerzuständen in der Welt führen. „Der Hunger der Welt wird nur durch die kleinstrukturierte Landwirtschaft zu lösen sein“, gab der Referent den Zuhörern mit auf den Weg.

Die Ortsvorsitzende der Frauen-Union, Christa Katzdobler und ihre Stellvertreterin Yvonne Pletl bedankten sich bei Dr. Ulrich Mautner und Marianne Nirschl sowie den zahlreichen Gästen, unter denen auch der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen-Union, Stefan Stieglbauer und vom CSU-Ortsverband Florian Roßmeisl und Edgar Sauerer waren.

Ernährung und Ökologie maßgeblich für Gesundheit und Lebensqualität

Besichtigung des Reformhauses Luber in Deggendorf Dr. Ulrich Mautner referierte zum Thema "Ernährung und Ökologie maßgeblich für Gesundheit und Lebensqualität"