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Verkehrsausschuss

CSU-Anträge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Emmering

 

Bereits im April dieses Jahres fand in Emmering eine „Verkehrsschau“ statt. Ziel dieser gesetzlich vorgesehen Begehung des gemeindlichen Straßen- und Wegenetzes war es, verkehrstechnisch relevante und ggf. gefährliche Stellen aufzusuchen und Lösungen zu diskutieren. Teilnehmer waren Vertreter der Gemeinde, des Landratsamt als Fachaufsichtsbehörde und des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club). Bereits vorab hatte die CSU-Fraktion die Überprüfung von einigen problematischen Punkten im Emmeringer Verkehrsnetz beantragt.

Bei der Sitzung des Verkehrsausschusses Anfang September wurden diese Anregungen noch einmal präzisiert. Konkret ging es dabei um folgende Bereiche:

  1. Die Einmündung der Amperstraße in die Estinger Straße, von der Hauptstraße (vom Gasthaus „Emmeringer“) kommend: hier verursachen Linksabbieger in die Estinger Straße gerade in den Stoßzeiten oft lange Staus, die dann teilweise bis in die Hauptstraße herauf reichen und den Großteil der Autofahrer, der nach rechts Richtung Rathaus/Alter Dorfkern abbiegen will, zu unnötigen Wartezeiten zwingt sowie den Schadstoffausstoß der wartenden Autos erhöht.

    Die CSU beantragte eine Überprüfung, hier das Linksabbiegen zu verbieten.

    Die Teilnehmer der Verkehrsschau sprachen sich dagegen aus, konnten dafür aber keine überzeugenden Argumente nennen. Deshalb brachte die CSU-Fraktion das Thema im Verkehrsausschuss noch einmal vor und konnte erreichen, dass über die beiden denkbaren Optionen – Linksabbiegeverbot oder geänderte Vorfahrtsregelung in absehbarer Zeit noch einmal diskutiert und entschieden wird. Zuvor sollen die Ergebnisse des derzeit laufenden Realisierungswettbewerbs zur Neugestaltung des Bürgerhausvorplatzes abgewartet werden. Denn in diesem Kontext werden auch Vorschläge zur Neugestaltung der Estinger Straße – ab der Amperbrücke in Richtung Norden – erwartet, in welche dann die o.g. Überlegungen einfließen könnten.

  2. Die gefährliche Einmündung des Fahrradweges in die Amperstraße in Höhe des sog. „Gasserls“: Um zu vermeiden, dass die Richtung Ortsmitte fahrenden Radfahrer nach dem Überqueren der beiden Amperstege auf die Amperstraße „einfädeln“ müssen, hatte die CSU-Fraktion beantragt, ab dem Abzweig in das „Gasserl“ auf dem Gehweg das Zusatzschild „Fahrradfahrer frei“ anzubringen.

    Es wurde darauf verwiesen, dass hier eine klare rechtliche Regelung bestünde, nach der die Radfahrer auf die Fußgänger Rücksicht zu nehmen haben und ggf. nur in Schrittgeschwindigkeit fahren dürften. Dies sei aber deutlich sicherer als die unvermutet auftretende „Konfrontation“ mit dem Pkw-Verkehr bei der jetzigen Regelung. Außerdem würden viele Radfahrer, die in Richtung „Alte Schule“, Kath. Kindergarten oder Kath. Kirche unterwegs sind, ohnehin jetzt schon den Gehweg nutzen. Auch hier hatten sich die Vertreter der Verkehrsschau mit dem Hinweis auf die entstehende Gefährdung durch Fahrzeuge, die aus Grundstücken ausfahren, ablehnend gezeigt. Im Verkehrsausschuss gab es jedoch auch nicht nur aus der CSU-Fraktion Befürworter für die Idee.

    Deshalb wurde die Verwaltung beauftragt, noch einmal zu überprüfen, ob eine Mitbenutzung des Gehwegs durch die Radfahrer gestattet werden soll und ob dies verkehrsrechtlich ggf. auch in der Gegenrichtung – also von der Brucker Straße her kommend – zulässig sei.

  3. Die eingeschränkte Sicht beim Linksabbiegen in die Amperstraße durch in der Parkbucht vor der „Alten Schule“ parkende Transporter: Dies ist seit Jahren ein Ärgernis, da beim Linksabbiegen Fahrzeuge, die aus Richtung „Kriegerdenkmal“ kommen, oft nicht oder nur sehr spät wahrgenommen werden können, außer, die abbiegenden Autos fahren schon weit in die Kreuzung ein, was ebenfalls gefährlich ist. Die CSU-Fraktion hatte um Überprüfung gebeten, ob die Höhe der parkenden Fahrzeuge eingeschränkt werden könnte. Dies ist nach Aussage der Fachleute nicht möglich. Im Verkehrsausschuss wurde deshalb über andere Maßnahmen diskutiert, da die Vertreter aller Fraktionen und Bürgermeister Dr. Schanderl das Problem ebenfalls als gegeben sahen.

    Angeregt wurde zum Beispiel eine Einschränkung der Höchstparkdauer an Werktagen auf 30 Minuten oder eine Stunde. Dies müsse dann aber auch konsequent kontrolliert werden, forderte CSU-Gemeinderat Konrad Füßl. Zweiter Bürgermeister Christofer Stock (CSU) schlug vor, einen Stellplatz aufzulösen und die verbleibenden Stellplätze nur zum „eingeschränkten Halten“ (um die Kinder in den Kindergarten bringen oder von dort holen zu können) freizugeben.

    Ein endgültiger Beschluss wurde noch nicht gefasst, die CSU-Fraktion wird in der nächsten Ausschuss-Sitzung hier noch einmal nachhaken.


  4. Gefährliche Einmündung des Fuß- und Radweges, der von der sog. „Unterstell“ kommt, in den Lauscherwörth: Seit dem Umbau des Lauscherwörths – Zufahrt den Parkplätzen für das Bürgerhaus und die Sportflächen – ist es bei der Einmündung des Fuß- und Radweges mehrfach zu gefährlichen Situationen gekommen.

    Die CSU-Fraktion hat deshalb beantragt, diese neuralgische Stelle zu entschärfen und die Einmündung zu verlagern.


    In der Sitzung des Verkehrsausschusses erläutert Bürgermeister Dr. Schanderl, dass die von der CSU-Fraktion vorgeschlagene „Einschleifung“ in der Planung beim Straßenausbau vorgesehen gewesen sei, dann aber nicht dementsprechend ausgeführt wurde. Deshalb sei es zu Gefährdungen gekommen.

    Deshalb wurde beschlossen, die ursprüngliche geplante, übersichtlichere Einfahrtsituation jetzt herzustellen.

    Die CSU-Vertreter im Ausschuss erklärten sich damit einverstanden, man müsse freilich nach Fertigstellung prüfen, ob damit die Problematik tatsächlich gänzlich vom Tisch sei, sagte Fraktionssprecher Werner Öl. Des Weiteren wurde beschlossen, ein Schild „Vorfahrt achten“ und auf der Gegenseite der Einfahrt einen Verkehrsspiegel anzubringen.

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