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CSU Ortsverband Kümmersbruck

Bockbierfest mit Fastenpredigt

 
Bild: Hans Bernreuther

Bruder Aloisius derbleckt die Politiker- Von Trump bis Gaßner

Zweifelsohne ist es einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Kümmersbruck CSU. Das Bockbierfest im Gasthaus Tröster war erneut ein Garant für viele Besucher und beste Stimmung. Als Zuhörermagnet erwies sich einmal mehr Alois Schwanzl - in der Kutte von Aloisius. CSU-Vorsitzender Stefan Roggenhofer richtete in seiner Eröffnungsrede augenzwinkernd eine Warnung an Schwanzl. Er habe gehört, er komme in der Rede des Fastenpredigers vor. "Schau'n wir mal, ob Schwanzl am Ende des Abends noch Schriftführer im Ortsverband ist." Dafür gab es den ersten großen Applaus beim Bockbierfest.

Der Tenor der Fastenpredigt von Aloisius war unschwer zu erkennen: Gutes über die Schwarzen, Schlechtes über die Roten - im Prinzip, denn ganz ungeschoren kamen freilich die eigenen Parteifreunde nicht davon. Der Fastenprediger spannte Aloisius einen weiten Läster-Bogen von der Weltpolitik mit dem amerikanischen Präsidenten Trump, Russlands Präsident Putin und dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan zur Lokalpolitik. Keiner blieb von seinem Spott verschont.

Aus der deutschen Politik nahm er den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz aufs Korn. Islam, das sei in Deutschland ein großes Problem: "Die Post is lahm, die Bahn is lahm, die Behördenwelt is lahm, die bischöfliche Finanzkammer is lahm, aber unser Pfarrer is nicht lahm und unser Bürgermeister is a nicht lahm."

Eine Fastenpredigt ohne Seitenhiebe auf Altbürgermeister Richard Gaßner oder den früheren Landrat Armin Nentwig ist bei Schwanzl nahezu undenkbar. Ersterem attestierte er eine besondere Titel-Geltungssucht. Eine öffentliche Erwähnung nur als Gemeinde- und nicht als Bezirksrat könne schon zu einem Austritt aus dem Verein führen, dem dieser Fauxpas widerfahren war.

Die Geschichte vom Schuhbandl des Bischofs sorgte für große Lacher bei den Zuhörern. Dieses war offensichtlich vor dem Einzug in die Kümmersbrucker Kirche aufgegangen. Seine Exzellenz wartete wohl darauf, dass es vom Pfarrer wieder zugebunden würde. "Pfarrer Bauer schaut runter und denkt sich, ich binde dir doch das Schuhbandl nicht zu, dann buckst dich selber." Der herbeieilende Sekretär des Bischofs warf sich auf den Boden und band es wieder zu. "Respekt Pfarrer Bauer, des is a gstandner Mann", sagte Aloisius.

Bürgermeister Roland Strehl bescheinigte Bruder Aloisius perfekte Anstandsregeln im Verhalten gegenüber einer Frau. Beim Geburtstagsbesuch von Gemeinderätin Veronika Frenzel habe er sich sehr galant verhalten. "Vroni, ich sag dein Alter nicht. Ich sag nur, dass du mit 39 in den Gemeinderat gekommen und jetzt 21 Jahre dabei bist." Bei eben genannter Person monierte Bruder Aloisius, dass sie als Energiebeauftragte der Gemeinde nicht immer aktuell informiert sei. Ihren Vorwurf, warum die Gemeinde nicht endlich einmal ein E-Auto kaufe, habe man leicht entkräften können: "Seit drei Jahren haben sie schon eins."

Großes Mitleid empfand der Fastenprediger für das alte Mandl am Haselmühler Schlossplatz. Nachdem zwei von den drei Platanen gefällt werden mussten, weil sich Wurzeln einen Weg zur nahen Hauswand gesucht hatten, müsse es nun bei Wind und Wetter ohne Dach über dem Kopf auf dem Bankerl sitzen und seine Katze füttern. Die von Stefan Roggenhofer an Bruder Aloisius eingangs gerichtete Warnung zum maßvollen Derblecken seiner Person zeigte offensichtlich Wirkung: Schwanzl bleibt weiterhin Schriftführer.

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