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Aus dem Stadtrat

CSU fordert Nutzungskonzept für die Kaiserburg

Für die CSU Fraktion ist die Kaiserburg Kaiser Karl IV. ein wichtiges kulturellesErbe und eine attraktive Bereichung für den Fremdenverkehr. Umso wichtiger war es, den Durchgang durch das Wenzelschloss wieder zu öffnen. Hier wird eine weitere Achse und Verbindung vom Parkplatz Pegnitzwiesen und dem Stadtzentrum geschaffen und die Möglichkeit gegeben, die Burg zu besichtigen. Der Einzelhandel profitiert durch diese verkehrsarme Anbindung ebenso wie der an der Altstadt interessierte Besucher.Es war bis dahin ein durchaus steiniger Weg, da der Freistaat Bayern mit dem Gedanken spielte dieses Denkmal von europäischer Bedeutung zu verkaufen.

2. Bürgermeister Norbert Maschler lag mit diesem Anliegen Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder immer wieder in den Ohren und nutzte jede Gesprächsmöglichkeit um dies zu verhindern und den Durchgang wieder zu öffnen. Diese Beharrlichkeit zahlte sich aus und so konnte Anfang Juli im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Wiedereröffnung vorgenommen werden.

Der Stadtrat hat nun in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Wappensaal für Trauungenzur Verfügung zu stellen, ebenso wie dies im Industriemuseum in der Riedner Mühleschon der Fall ist. Hier werden derzeit im Jahr ganze zehn Trauungen vorgenommen.

Der CSU Fraktion erscheint diese spärliche Nutzung jedoch zu sporadisch, zumal von derStadtverwaltung noch keine Gesamtkonzeption – weder im Bereich der Nutzung noch infinanzieller Hinsicht vorgelegt wurde, eine grundlegende Diskussion im zuständigen Kulturausschuss hat bis heute nicht stattgefunden.

Wir erachten das Wenzelschloss mit seinen einzigartigen Innenräumen- allein der historischeWappensaal stellt das einzigartige Zeugnis gotischer Innenraumkunst in Deutschland dar - als zubedeutend um hier sporadische Zufallsentscheidungen zu treffen.

Wir fordern von der Verwaltung ein im Stadtrat abgestimmtes und beratenes Gesamtkonzeptmit entsprechendem finanziellem Hintergrund und keine Schnellschüsse nach Gutsherrenart.

Hierzu zählt ein Kulturmanagement mit diversen Veranstaltungen über das ganze Jahr mitLesungen, Ausstellungen und Konzerten um einerseits die Nutzung der Bertleinaula zuentlasten, die obendrein ebenfalls zusätzliche Kosten verschlingt, und andererseits den wachsendenBedarf nach öffentlichem Raumangebot in der Stadt zu befriedigen. Wobei nach wie vor klarsein muss, dass der Freistaat für dieses Bauwerk nach wie vor unterhaltspflichtig sein muss.