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CSU Lauf vor Ort

CSU informiert sich über den Arbeitsmarkt

Ziel der ersten „Betriebserkundung“ in 2015 war die Bundesagentur für Arbeit (BA) an der Regensburger Straße in Nürnberg unter der Führung des Ortsvorsitzenden Norbert Maschler.Dieser konnte zahlreiche interessierte Mitglieder und Anhänger der CSU willkommen heißen.

Die Gruppe wurde empfangen in dem Saal, in dem monatlich die Pressekonferenz für die Bekanntgabe der Arbeitslosenstatistiken stattfindet. Insgesamt drei Referenten erläuterten die vielfältigen Ansätze der Bundesagentur zur Arbeitsmarktpolitik. Zunächst erfuhren die Teilnehmer, wie sich die Arbeitslosenzahlen zusammensetzen: Es handelt sich um eine Sekundärstatistik (weil die Daten bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern schon vorhanden sind) und um eine Vollerhebung. Auch wenn die Zahlen zum Monatsanfang veröffentlicht werden, so ist der Stichtag immer Mitte des Erhebungsmonats, da noch die Berechnungen und einige Plausibilitätsprüfungen vorgenommen werden müssen.

Weitere Punkte waren der Unterschied zwischen Arbeitslosenquoten und Erwerbslosenzahlen, die Unterschiede zu den Zahlen in den einzelnen europäischen Ländern aufgrund der unterschiedlichen Organisationen, die Rechtsgrundlagen, aber auch die Feinaufgliederung für die regionalen Analysen für Lauf und das Nürnberger Land. Besonders diskutiert wurde schließlich die Tatsache, dass bei steigendem Arbeitsplatzangebot der Arbeitgeber die Zahl der Arbeitslosen, insbesondere die der Langzeitarbeitslosen, kaum sinkt, weil die Voraussetzungen in Bildungsstand und andere persönliche Kompetenzen übereinstimmen. Während wenige Akademiker und Fachkräfte Arbeit suchen, ist kaum ein Angebot für Hilfsarbeiter vorhanden.

Noch deutlicher wird die aktuelle Arbeitsmarktsituation, wenn man die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Deutschland betrachtet. In 2014 wurden ca. eine halbe Million neue Arbeitsplätze netto geschaffen, die Arbeitslosigkeit reduzierte sich aber lediglich um rund 50.000. Das bedeutet, dass Deutschland sich die Fachkräfte unter anderem aus dem Ausland holt.

Ein weiterer Themenkomplex waren die verschiedenen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, um gerade die Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen, von der Konzeptionierung bis hin zur Umsetzung. Hierbei ist die Zusammenarbeit unterschiedlicher Behörden, z.B. BA und Kommune erforderlich. Viele Vorschläge müssen daher auf Bundesebene diskutiert und schließlich im Gesetzgebungsverfahren beschlossen werden.

Der Besuch wurde abgerundet mit einem Rundgang durch das Gebäude. Beeindruckend war der Blick über Nürnberg aus dem 17. Stock. Die Gruppe konnte die Innenstadt genauso deutlich sehen, wie auch das Doku-Zentrum, das Stadion, aber auch die Ludwigshöhe und den Moritzberg. Letzte Station war dann das Druck- und Kuvertierzentrum. Hier werden täglich etwa 7 Tonnen Papier bedruckt mit Bescheiden für das Arbeitslosengeld, die Grundsicherung, aber auch im Rahmen behördenübergreifender Dienstleistungen die Bescheide für die KFZ-Steuer. Druck, Kuvertierung und portosparende Sortierung für den Versand erfolgen vollautomatisch im Drei-Schicht-Betrieb.