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CDU Meiningen/ CSU Mellrichstadt

Gedenkfeier an 25 Jahre Wiedervereinigung

 
Schufen einst die Voraussetzungen für das Treffen in Meiningen: Waldemar Golze (Zweiter von links, Vorsitzender der Seniorenunion Meiningen), Adalbert Bauch (Vierter von links, zweimaliger Abgeordneter im thüringischen Landtag) und Adolf Büttner (Zweiter von rechts, einst Bürgermeister von Ostheim und Mitglied und Bezirksrat a. D.). Mit ihnen freuten sich der Thüringer Landtagsabgeordnete Michael Heym (rechts), Bernhard Ledermann von der CSU Rhön-Grabfeld (links) und Silke Schulz, die CDU-Ortsvorsitzende von Meiningen (Dritte von links).

Meiningen. (frr) Die deutsche Wiedervereinigung will gelebt werden. Am intensivsten gelingt dies auf der ganz untersten Ebene, von Mensch zu Mensch. Das sagte Waldemar Golze, der Vorsitzende der Seniorenunion Meiningen bei dem Treffen mit zahlreichen Freunden der CSU aus Rhön-Grabfeld und Mitgliedern der Meininger CDU. Darum hatten er und Silke Schulz, die CDU-Ortsvorsitzende von Meiningen, die Mitglieder der Schwesterpartei aus Bayern zu einer fast intim zu nennenden Feierstunde in das altehrwürdige Henneberger Haus in Meiningen eingeladen: Gemeinsam gedachte man der Wiedervereinigung vor 25 Jahren. Aber nicht auf der hohen Ebene der internationalen und nationalen Politik, sondern im viel unmittelbareren Bereich, wie damals vor 25 Jahren die Kontakte von Landkreis zu Landkreis, von Stadt zu Stadt und von Mensch zu Mensch geknüpft worden waren.

Dass sie noch lebendig sind, bewies die Einladung der Meininger. Viele Personen, die damals auf kommunaler Ebene zusammenarbeiteten, begegneten sich hier wieder wie alte Freunde. Silke Schulz trank nach ihrer Begrüßung der Gäste mit allen Anwesenden auf die deutsche Wiedervereinigung. Und Waldemar Golze zitierte den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, der die Einteilung in Ost- und Westdeutsche nicht gelten ließ, sondern verlangte, dass wir uns nur noch als Deutsche verstehen sollten.

Adalbert Bauch (MdL a. D.) erinnerte daran, was seit dem Jahr 1990 gemeinsam geschaffen worden war: die Bahnverbindung von Mellrichstadt über Meiningen bis Erfurt z. B. oder der Ausbau der B 19 mit der Ortsumgehung von Henneberg. Adolf Büttner ist der Kreisvorsitzende der Seniorenunion der CSU Rhön-Grabfeld. Er erinnerte sich, als er Mitglied im Bezirkstag von Unterfranken gewesen war, habe man 100.000 DM locker gemacht für die Renovierung des Meininger Theaters, wofür man gern den Rüffel des Bayerischen Innenministeriums entgegengenommen hatte. In die ARGE Grenzland sei Thüringen mit eingebunden worden, wo auch vieles gemeinsam angepackt und gemacht wurde. Dass die Wiedervereinigung ganz ohne Blutvergießen gelang, sei einmalig in der Weltgeschichte.

Ulrich Bergner griff dies auf, indem er von seinen unguten Erfahrungen mit den DDR-Grenzern erzählte, von der Bereicherung des Kulturlebens auch im Rhön-Grabfeld durch die Kulturstadt Meiningen, die jetzt auch den Unterfranken offen steht. Bewunderung hatte Bergner auch „für die unglaublich gute medizinische Versorgung“ in Meiningen.

Ralf Luther war von 1994 bis 2012 der Landrat von Schmalkalden/Meiningen gewesen und hatte sich in dieser Funktion oft mit seinem Kollegen Dr. Fritz Steigerwald aus Rhön-Grabfeld getroffen. Luther erinnerte besonders an die mit Steigerwald gemeinsam erstellte Autobahnkirche an der A 71. „Was da lief, machte einfach nur Spaß“, sagte er. „Wir dürfen stolz sein, auf das gemeinsam Erreichte.“

Ähnlich drückte sich der CDU-Abgeordnete im Thüringer Landtag Michael Heym aus. Er dankte den „Patrioten von damals“, wie er sagte, die dafür gesorgt hatten, dass eine Begegnung wie die am Freitag zustande kommen konnte. Für die Unterstützung aus Franken sagte er dankbar: „Wir vergessen das nicht!“ Für die Zukunft wünschte er sich, dass „auch unsere Kinder den Traditionen gemäß leben können, Traditionen, die wir heute an sie weiterreichen, dass sie sagen können: ‚Das ist unser Land!‘“

Zum Programm, das die Meininger vorbereitet hatten, gehörte nicht nur eine gemeinsame Kaffeetafel, sondern auch ein lokales Glanzlicht: Es trat nämlich Silke Rammig aus Meiningen als Frau Hütes-Holle auf. Das ist die wohltätige germanische Gottheit, die noch heute Gutes tut und angeblich den Menschen nach einer verheerenden Wein-Missernte die Kartoffel zum Ausgleich brachte, und mit dieser „Knolle von Frau Holle“ auch das berühmte Rezept für die Hütes-Klöße. Danach lud Silke Schulz alle Anwesenden zum Ost-West-Büffet ein, das Leckereien ganz unterschiedlicher Art, aber zum Teil lokal gefärbt bereitstellte. Besonders die Soljanka-Suppe hatte es den Unterfranken angetan.

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