Ortsumfahrung

Geographisch gesehen bildet Oberau die "Mitte" des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Hier treffen sich wichtige Verkehrsachsen, wie einerseits die B 2, die wenige Kilometer nach Oberau auf die A 95 führt, sowie andererseits die B 23, eine zentrale Verkehrsverbindung in Richtung der Fuggerstadt Augsburg. Durch diese zentrale Lage ist Oberau von je her ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt die Verkehrsentlastung des Ortes vom Durchgangsverkehr die Menschen und so auch Generationen von politischen Entscheidungsträgern.

Im Laufe der Jahre wurden unterschiedliche Lösungsansätze beraten, seit geraumer Zeit hat sich aber der Ansatz einer neuen Trassenführung der B 2 im Westen mit einer damit verbundenen Verlegung eines Teilstücks der B 23 durchgesetzt. Dieses soll dann im Norden an die neue B 2 angeschlossen werden.

Für die Verkehrsentlastung auf der weitergehenden B 2 Richtung Eschenlohe und zur A 95 ist der Auerbergtunnel von zentraler Bedeutung. Insofern bilden diese drei Maßnahmen ein Gesamtpaket für die Verkehrsentlastung Oberaus und somit eines wesentlichen Teils des Loisachtals. Die CSU Oberau steht zu dieser Gesamtlösung.

Spatenstich zur Westumfahrung

Nachdem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am 01.03.2014 im Rahmen der Verkehrskonferenz in Murnau a. Staffelsee verkündete, dass bald mit dem Bau der B 2 neu zur Verkehrsentlastung Oberaus begonnen wird, war er auch zum Spatenstich am 01.09.2015 anwesend. Den Termin hatte er im Rahmen des Neujahrsempfangs der CSU Oberau bekannt gegeben.

Bei strahlendem Sonnenschein wurde der Spatenstich gefeiert. Alexander Dobrindt setzt sich seit Beginn seiner Abgeordnetentätigkeit für die Verkehrsentlastung Oberaus ein. Der Spatenstich ist auch ein Meilenstein in den jahrelangen Bemühungen der Bürgerinitiative Verkehrsentlastung Oberau (VEO). 1. Bürgermeister Peter Imminger verwies darauf, dass man zwar noch nicht wisse, wie der Tunnel einmal heißen wird, für Oberau würde es aber immer der "Alexander-Dobrindt-Tunnel" und überreichte dem Minister ein entsprechendes Schild.

Anschlagfeier & offizieller Startschuss zur Westumfahrung

Nach einigen Vorarbeiten gab Tunnelpatin Magdalena Neuner am 14.01.2016 im Rahmen der Anschlagfeier den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten zur B2n.

Die Doppel-Olympiasiegerin im Biathlon setzte sich ebenfalls seit geraumer Zeit für die Verkehrsentlastung ein. Ein Dank gebührt auch der Ski-Crosserin Anna Wörner aus dem Nachbarort Eschenlohe.

Weitere Informationen zur B2n finden Sie in der Projektbeschreibung der Autobahndirektion Südbayern, Videos gibt es auf www.tunnel-oberau.info.

Verlegung der B 23

Teil der Gesamtlösung zur Verkehrsentlastung ist die Verlegung der B 23. Das bei allen Baumaßnahmen Mensch und Natur so gering wie möglich beeinträchtigt werden sollen, versteht sich von selbst. Hierfür stehen u. a. die äußerst umfangreichen Prüfungsverfahren bei derartigen Bauvorhaben.

Auf der B23 fließen in Spitzenzeiten um 15 000 Fahrzeuge durch den Ort. Die Verlegung beseitigt die Zerstückelung des Ortes und schafft Möglichkeiten zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung.

Die B 23 wurde auch im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 im "vordringlichen Bedarf" eingestuft. Die Finanzierung der Maßnahme ist daher gesichert.

Der Gemeinderat Oberau hat sich zur B 23 ebenfalls einstimmig positioniert:

 

Beschluss des Gemeinderats Oberau vom 02.02.2016

Der Gemeinderat Oberau spricht sich für eine Entlastung des Ortes vom (Durchgangs-)Verkehr der Bundesstraße 23 aus und befürwortet eine Verlegung der derzeitigen Straßenführung. Dabei ist es das erklärte Ziel der Gemeinde, auf die Verwirklichung einer hinsichtlich der Belange der Ökologie und des Orts- bzw. Landschaftsbildes möglichst verträglichen Lösung hinzuwirken.

 

Auerbergtunnel

Der für die Verkehrsentlastung des Loisachtals wichtige Auerbergtunnel (im Schaubild "Eschenlohe - Oberau Nord") befindet sich gemäß dem Bundesverkehrswegeplan 2030 im "weiteren Bedarf", allerdings mit Planungsrecht.

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