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Besuch des Mehrgenerationenhauses in Binsfeld

Vom Patenprojekt lernen - Soziale Gemeinschaft stärken

 
Eine Delegation um den Obernburger CSU-Stadtrat Wolfgang Zöller informierte sich in Arnstein-Binsfeld aus erster Hand zum dortigen Mehrgenerationenhaus. (c) CSU-Ortsverband Obernburg-Eisenbach

"Mit unserem Mehrgenerationenhaus lassen wir ein uraltes Gesellschaftskonzept aufleben und gestalten es modern", berichtete Franz-Josef Sauer: Wo sich früher Dorfschwestern oder der Schullehrer um die Ortsgemeinschaft kümmerten, seien heutzutage Sozialraumkoordinatoren oder Quartiersmanager im Einsatz. Der Vorsitzende des Johannesvereins empfing am Mittwoch eine CSU-Delegation aus Obernburg unter Führung von Wolfgang Zöller in Binsfeld.

Der CSU-Stadtrat und ehemalige Bundestagsabgeordnete Zöller ist Gründungspate dieser Sozialeinrichtung im Landkreis Main-Spessart. Schon vor Wochen hatte die Obernburger Stadtverwaltung die Idee für ein Mehrgenerationenhaus im ehemaligen Kindergarten Altstadt eingebracht und grünes Licht für die Umsetzung bekommen. "Wir wollen das Projekt baldmöglichst mit Leben füllen und schauen uns deshalb vorher Positivbeispiele an", erklärte Wolfgang Zöller. Die Binsfelder hatten bereits vor zwei Jahren für ihr Modellkonzept den Vinzenzpreis des Caritasverbands erhalten.

Niederschwellige Angebote verbessern Teilhabe

Katja Zöller und Manuela Fromm vom CSU-Ortsvorstand beeindruckte die Angebotsbreite der Einrichtung: Von einer Kindertagesstätte, über ein eigenes Brotbackhaus bis hin zum Digitaltraining für Senioren - niedrigschwellige Angebote sind dem Johannesverein besonders wichtig. Katja Zöller begrüßte ausdrücklich, dass an alle Lebensabschnitte Berücksichtigung finden: "Das Haus richtet sich nach den Bedürfnissen von Menschen aller Generationen, nicht umgekehrt", fand Katja Zöller. Als Familienmensch wisse sie um die große Bedeutung intakter Sozialstrukturen.

"Alle Dorfbewohner können besser am Gemeinschaftsleben teilhaben", lobte Manuela Fromm den inklusiven Ansatz. Mit dem Projekt sei die Chance verbunden, aus den Strukturproblemen des demographischen Wandels auch Chancen abzuleiten. "Das ist eine Investition in die sozialen Strukturen unserer Stadt", erklärte Manuela Fromm weiter. Die CSU wisse, dass der Aufbau von Infrastruktur allein nicht ausreiche.

Ohne bürgerschaftliches Engagement geht es nicht

Früher sei es üblich gewesen, dass drei Generationen unter einem Dach gelebt hätten. "Heute ist das oft anders und wir müssen auch bei uns in Obernburg auf die veränderten Lebenssituationen von Jung und Alt reagieren", erklärte Wolfgang Zöller. Der CSU-Stadtrat kündigte an mit der Fraktion die Anregungen aus Binsfeld beraten und in das heimische Konzept einbringen zu wollen. Er rechnete damit, dass nach dem Zugang des Förderbescheids durch die Regierung von Unterfranken, Anfang 2019 mit der Umsetzung begonnen werden kann. "Wir brauchen aber auch das Zutun unserer Bürgerschaft", mahnte Zöller. Beispielsweise fielen im letzten Jahr allein im Johannesverein 70.000 Stunden an Ehrenamtsarbeit an. Durch die Stadtverwaltung allein sei das nicht zu leisten.

Stolz über die bisherigen Erfolge seines Patenprojekts bedankte sich Wolfgang Zöller am Ende bei den Gastgebern. Das großartige, bürgerschaftliche Engagement und die Begeisterung sei bei den Vertretern des Johannesvereins direkt zu sehen und zu spüren. Er gratulierte Franz-Josef Sauer auch zu seinen weiteren Plänen: "Aus dem Mehrgenerationenhaus soll ein Mehrgenerationendorf werden", weihte der Binsdorfer Trägervereinsvorsitzende die Obernburger CSU-Delegation über seine nächsten Schritte ein. Das steigere die Attraktivität des ländlichen Raums und es sei ein echter Dienst an der Gemeinschaft, befand Wolfgang Zöller. Deshalb setze er sich auch zuhause in der Römerstadt für das Projekt ein.

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