Artikel vom 08.12.2024

Liebe Schöngeisingerinnen und Schöngeisinger,
das Jahr 2024 ist in den letzten Zügen und bietet Gelegenheit, auf das Vergangene zurückzublicken.
Was für ein Jahr!!
Der Krieg in der Ukraine geht in das dritte Jahr und es gibt leider keine Anzeichen dafür, dass Wladimir Putin sich eines Besseren besinnt. Ganz im Gegenteil! Die Kriegsrhetorik und die damit verbundenen Drohungen werden schärfer. Ein möglicher Friedensprozess ist derzeit nicht in Sicht, zumal Europa und die Vereinigten Staaten ihre Rolle, die sie dabei spielen könnten, erst definieren müssen. Mit Blick auf die neue Präsidentschaft von Donald Trump und die letzten Gespräche in Europa, zu denen Deutschland nicht eingeladen wurde, ein nicht ganz leichtes Unterfangen.
Auch im Nahen Osten, angefangen bei den Auseinandersetzungen mit Israel – ausgelöst durch den feigen Überfall der Hamas – und nun zuletzt in Syrien, brodelt es gewaltig. Dabei wird immer wieder die Unterstützung Russlands und des Iran deutlich.
Krieg in Europa, Konflikte im Nahen Osten und weitere Krisen in der Welt sind Grund genug, sich der Notwendigkeit einer verstärkten Verteidigungsfähigkeit in Deutschland und in Europa bewusst zu werden, um den Frieden bestmöglich zu sichern.
Neben diesen besorgniserregenden globalen Ereignissen hat Deutschland mit vielen Herausforderungen im eigenen Land zu kämpfen.
Allen voran zeigt die deutsche Autoindustrie deutlich, dass die Wirtschaft lahmt; nicht zuletzt wegen der immer noch “schwebenden” Energiepreisfrage und einer in vielen Teilen überbordenden Bürokratie. Aber auch das Thema Asyl und qualifizierte Zuwanderung mit den damit einhergehenden Herausforderungen zur Integration beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Dass die sie leider - und das aus reinem Protest gegen die aktuelle Politik - den verstärkt ihre Stimme den „extremen Parteien“ geben, haben die drei Landtagswahlen Thüringen, Sachsen und Brandenburg deutlich gezeigt, bei denen die AfD und das BSW große Stimmengewinne verbuchen konnten.
Doch damit nicht genug.
Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass sich innerhalb von nur wenigen Tagen fast schon ganze Dramen abspielen?
Aus dem knappen Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Kamela Harris und Donald Trump wurde ein schon beinahe „erdrutschartiger“ Sieg für den ehemaligen Präsidenten der USA, der nun auf eine zweite Amtszeit blicken kann und der kein Hehl aus seiner Prioritätensetzung macht. Als ein Schlagwort aus der “America first”-Politik seien die angedrohten Strafzölle genannt, aber auch beim Thema NATO könnten sich einschneidende Veränderungen ergeben. Darauf wird sich Europa und Deutschland besonders einzustellen haben.
Und knapp eine Woche danach steht Deutschland - als Konsequent einer schlechten Regierungsarbeit, wie sie von der Mehrheit der Bevölkerung bewertet wird - vor dem Ende der “Ampel-Regierung”. Mit diesem „Ampel-Aus“ haben die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes die Chance, sich für einen grundlegenden Neuanfang unter der Führung der Union zu entscheiden.
Und auch unsere Gemeinde hatte in 2024 verschiedene Herausforderungen zu meistern.
Neben der endgültigen Fertigstellung des Glasfaserausbaus für Schöngeising und dem Abschluss der Baumaßnahmen und Abnahmen am neuen Gemeinschaftshaus war die größte Herausforderung die Aufstellung des Haushaltes für die Gemeinde. Die geplante Kreditaufnahme wurde uns verweigert, sodass eine Überarbeitung notwendig wurde, in der unterschiedliche Projekt in die nächsten Jahre „geschoben“ werden mussten.
Blicken wir aber trotz negativer Schlagzeilen positiv ins neue Jahr 2025.
Wir vom Ortsverband der CSU in Schöngeising wünschen Ihnen ein besinnliches, friedvolles und ruhiges Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Liebsten und für das neue Jahr 2025 Zuversicht und ein gerütteltes Maß an Gelassenheit.
Auf dem Weg in den Jahreswechsel möge Sie ein Zitat von Richard von Weizsäcker begleiten…
„Die Weihnachtsbotschaft stützt sich nicht auf Angst, sondern auf Vertrauen, auf Hoffnung und Liebe. In der Liebe ist mehr Kraft als in irgendeiner anderen Macht. Jeder Mensch kann sie erfahren, sie einem anderen zugänglich machen. Sie ist der Frieden.“
Ihre
Gabriele Kuhnke