Ortsverband Zwiesel

Arbeitgeber und Werbeträger für Zwiesel

CSU-Ortsverband auf Betriebsführung bei der Kristallglas AG

Mit regionalen Arbeitgebern ins persönliche Gespräch zu kommen und über Herausforderungen, aber auch Erfolge zu diskutieren, das ist nach eigenen Angaben eines der Kernanliegen der Zwieseler CSU. Eine Abordnung des Ortsverbandes hat sich jüngst bei der Zwiesel Kristallglas AG, dem größten Arbeitgeber der Stadt, bei einem Gespräch samt Betriebsführung informiert.
Nicht schlecht staunte die rund 15-köpfige Abordnung der Zwieseler CSU, als sie Gerhard Frank, Senior Product Manager, im modernen „Musterzimmer“ begrüßte, einem Ausstellungsraum mit aktuellen Glaskollektionen und ansprechenden Ladenbausystemen für den Fachhandel. Die Besucher konnten sich einen ersten Eindruck von der Produktvielfalt und Eleganz der klassischen Produkte sowie aktueller Neuheiten verschaffen, bevor sie im so genannten Oktogon-Saal bei einer kurzweiligen Unternehmenspräsentation Einblicke in die Historie, Produkte und Belegschaft der Zwiesel Kristallglas AG bekamen.
1872 wurde der Grundstein des heutzutage international tätigen Unternehmens gelegt, das als Weltmarktführer der gehobenen Gastronomie und Hotellerie im Bereich des Trinkglases gilt. Gerhard Frank zeigte die positive Entwicklung der Zwiesel Kristallglas AG bis heute auf, sparte aber dabei die schwierigen Zeiten nicht aus, die das Unternehmen zu bestehen hatte.
ZK exportiere die hochwertigen Glasprodukte in über 130 Länder, der Exportanteil an der Gesamtproduktion liege bei 65 Prozent, erfuhren die CSUler. Neben Vertriebsgesellschaften in China und Spanien finden sich auch welche in Japan, Indien und den USA. Bei einem Umsatz im Jahr 2017/2018 von rund 99,3 Millionen Euro investiere man jährlich um die fünf Millionen Euro, beispielsweise in modernste Oxyfuel-Technologie für die drei Schmelzwannen am Standort Zwiesel. Dabei wird das Gas zur Erhitzung des Glasgemenges mit reinem Sauerstoff verbrannt, was zu einem geringeren Energieverbrauch um rund 30 Prozent führe und ebenso zu weniger Kohlendioxid-Ausstoß.
Drei Marken repräsentieren das Kerngeschäft des Zwieseler Glasherstellers: Zum einen ist das die Manufakturmarke „Zwiesel 1872“ mit einem Werk in Ungarn. „Schott Zwiesel“ ist die wohl bekannteste Marke, unter der das maschinengefertigte, sehr bruchfeste Tritan-Glas vertrieben wird; auch diese Marke trägt den Namen „Zwiesel“ in die Welt hinaus.
Schließlich gehört auch noch die Sparte „Jenaer Glas“ zu ZKG. Sie verkörpert Produkte aus feuer- und hitzebeständigem Glas. „Neben ansprechendem Design legen wir Wert auf Nachhaltigkeit, Bruch- und Spülmaschinenfestigkeit, weshalb unsere Produkte sowohl für den Endverbraucher als auch für die Gastronomie besonders attraktiv sind“, warb Gerhard Frank für die ZKG-Ware und ging dabei auch auf die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern ein.
Bevor man sich die beschriebenen Produkte und deren Herstellung live ansehen konnte, wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch zahlreiche Fragen beantwortet haben. Wie etwa auch die Frage nach Silicium (Sichtwort: seltene Erden), dessen Anschaffungskosten im Laufe der Zeit wohl explodieren würden. Internationale Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Zwieseler Unternehmen beschrieb Gerhard Frank mit einem ständigen Auf und Ab der Märkte, auf das man reagiere, wobei beispielsweise drohende Zölle der USA weniger auf die Glasbranche abzielen würden.
Welche Wünsche die Zwiesel Kristallglas AG an die Stadtpolitik von Zwiesel habe, danach erkundigte sich der CSU-Ortsvorsitzende Alexander Hannes. Im Laufe einer regen Diskussion kristallisierte sich heraus, dass ein stabiles Umfeld einer Stadt stets auch positiv für lokale Unternehmen sei und die Zwiesel Kristallglas AG natürlich auch vom Tourismus profitiere. Wichtig sei es für Zwieseler Unternehmen auch, eine gute Infrastruktur zu haben und nicht mit Standortnachteilen finanzieller Art konfrontiert zu werden.
Sehr beeindruckt zeigten sich die Zwieseler CSUler von der Führung durch den Produktionsbereich der Zwiesel Kristallglas AG, in dem sie einen unmittelbaren Eindruck von der maschinellen Glasproduktion erlangen konnten. Gerhard Frank erklärte ihnen dabei ausführlich, welche Produktionsschritte nötig sind, um die jährlich rund 75 Millionen Gläser herzustellen. Pro Tag, so Frank, verarbeite eine der drei Glaswannen rund 50 bis 55 Tonnen Glas.
Ortsvorsitzender Alexander Hannes bedankte sich bei Frank für den offenen Einblick in den für Zwiesel so wichtigen Arbeitgeber und Werbeträger und versprach, dass die CSU stets ein offenes Ohr für die Belange des Unternehmens haben werde.

Daniel Weber