Ortsverband Zwiesel

Ortsverband sieht „dringenden Handlungsbedarf“

CSU unterstützt neue Verkehrspläne

Enttäuscht von EU-Personalie Weber

Der CSU-Ortsverband hat sich in seiner jüngsten Vorstandssitzung mit Verbesserungsvorschlägen für die Themenbereiche Verkehr und Tourismus beschäftigt.
Die Zwieseler Christsozialen sehen dringenden Handlungsbedarf in Sachen Verkehrskonzept in der Innenstadt. Den vom Bauausschuss angenommenen, fraktionsübergreifenden Antrag für erneute Änderungen bei der Verkehrsführung (wir berichteten) begrüßte der CSU-Ortsverband ausdrücklich. „Zwiesel braucht fließenden und sicheren Verkehr“, sagte Fraktionssprecher Walter Unnasch.
Insbesondere am Scharfen Eck sei die Situation völlig unübersichtlich. Die beste Lösung hier sei der bereits geplante und auch von der Polizei vorgeschlagene Minikreisel. Am kommenden Donnerstag wird der Stadtrat endgültig über die Änderungen entscheiden.
Ortsvorsitzender Alexander Hannes verwies auf Anfragen von Gewerbetreibenden am Anger, die explizit die Rechts-vor-Links-Regelung kritisieren, da sich weniger Bürger aus Verunsicherung ins Zentrum wagen würden. Die asphaltierte Straße am Anger vermittle schließlich den Eindruck, man habe Vorfahrt. „Nach einer einjährigen Erprobungsphase sind viele Verkehrsteilnehmer immer noch verunsichert und meiden die Innenstadt zum Leidwesen von Gastronomie und Gewerbe“, fasste Hannes zusammen.
Eine weitere Anregung seitens der Anger-Anrainer sei, eine Verkehrssperrung des Stadtplatzes nicht schon bei der Brauereikreuzung, sondern erst am Scharfen Eck anzukündigen, damit Laufkundschaft und Patienten des Ärztehauses nicht von den Hinweisschildern abgehalten werden. Der Ortsverband sieht darin einen einfach umzusetzenden Vorschlag, da eine Verkehrsableitung über die Luitpoldbrücke gegeben sei und der Schwerlastverkehr ohnehin nicht über das Zentrum verlaufe.
Auch in Sachen Tourismus wurden Verbesserungsvorschläge gemacht. Auf Anregung von Alexander Hannes sprach sich der Ortsverband für reduziertere Grünschnitte junger Bäume aus. Gerade im Sommer würden zusätzliche schattige Plätze die Aufenthaltsqualität erhöhen.
Zur Unterstützung von Vereinen und dem Tourismus schlug Dr. Jörg Mertens vor, die Stadt solle eine Plattform auf der Homepage für Vereinsveranstaltungen bereitstellen. Walter Unnasch ergänzte, dass die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald (FNBW) diesen Service anbiete und Veranstaltungen dann entsprechend auf der Webseite des Tourismusverbands Ostbayern (TVO) erscheinen. Die Stadt stelle die entsprechende technische Schnittstelle zur Datenübertragung zwischen FNBW und städtischer Homepage jedoch nicht zur Verfügung.
Neben der Stadtpolitik ließ Hannes noch einmal die Europawahl Revue passieren. Für das sehr gute Ergebnis der CSU im Landkreis von knapp 55 Prozent und die um 21 Prozentpunkte gestiegene Wahlbeteiligung zeigte sich der ehemalige Europakandidat sehr dankbar. „Dass Wahlgewinner Manfred Weber nicht als Kommissionspräsident nominiert wurde, enttäuscht mich persönlich. Die Staats- und Regierungschefs haben das Wählervotum nicht berücksichtigt“, so Hannes. Weber werde aber die Europapolitik weiterhin maßgeblich mitgestalten. Zum Abschuss wies Hannes noch auf den Besuch des Grenzlandfestes der CSU am Mittwoch, 17. Juli, um 18.30 Uhr hin.

Alexander Hannes