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Gewalt gegen Polizeibeamte

Polizisten bestmöglich schützen!

Polizeibeamte
 

2016 sind im Freistaat in 7.422 Fällen Polizisten selbst Opfer von Gewalt geworden. Zu den Vorfällen zählten hauptsächlich Beleidigungen, Körperverletzungen und Widerstände gegen Polizeivollzugsbeamte. Das sind die Eckpunkte des von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in Nürnberg veröffentlichten Lagebildes.

Herrmann zeigte sich angesichts der jüngsten Entwicklung besorgt: „Das ist ein neuer Höchststand seit Erstellung unserer Lagebilder 2010." Statistisch gesehen sei damit 2016 fast jeder zweite Polizeivollzugsbeamte in Bayern von Gewalttaten gegen die eigene Person betroffen gewesen. Besonders erschreckend sei das teilweise extreme Gewaltniveau. „Wir müssen diejenigen schützen, die uns schützen!", forderte der Bayerische Innenminister. Bayern setze dabei auf die Ausstattung mit modernster Ausrüstung und Technik. „Bereits 2015 haben wir für unsere rund 2.800 Beamten der Einsatzeinheiten der Bayerischen Polizei einen völlig neuentwickelten Einsatzanzug mit einer neuen Schlag- und Stichschutzausrüstung beschafft, Kostenpunkt 5,5 Millionen Euro", erklärte Herrmann. Zudem investiere Bayern in eine neue ballistische Schutzausstattung bei der Ausrüstung von Polizeibeamten sowie bei allen Streifenwagen und Transportern. Die dafür erforderlichen rund 30 Millionen Euro sind laut Herrmann „eine lebenswichtige Investition in die Sicherheit unserer Polizistinnen und Polizisten".

Der CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sprach sich außerdem für eine konsequente Bestrafung von Gewalttätern aus: „Jetzt kommt es darauf an, dass die Justiz gegen diese Gewalttäter harte und konsequente Strafen verhängt. Wer eine Polizistin oder einen Polizisten angreift, muss die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Wir werden alles daran setzen, unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich zu schützen."