Ortsverband Anzing

CSU OV Anzing

Verkehrsgespräch

Die Parksituation in der Münchner Straße und die Verbesserung der Busverbindungen standen im Mittelpunkt eines Ortstermins der CSU Anzing mit Landrat Robert Niedergesäß und Landtagsabgeordneten Thomas Huber in Anzing.

Bürgermeisterkandidatin Kathrin Alte und CSU-Fraktionssprecher Rupert Strasser hatten zu dem Termin eingeladen, um über die Verkehrsprobleme in Anzing vor Ort zu sprechen und Lösungen gemeinsam anzugehen. Vorschlägen der Grünen, wie einer Verengung der alten B12 – um Autofahrer, die den täglichen Stau auf der A94 umfahren wollen, davon abzuhalten durch Anzing zu fahren, erteilte Alte eine klare Absage. Das löse das Problem nicht, sondern verschlimmere es. Besser sei, interkommunal und landkreisübergreifend zu denken. In diesem Zusammenhang stellte Landtagsabgeordneter Thomas Huber sein Schreiben an Ministerpräsident Dr. Markus Söder vor, in der er für Anzing und Forstinning eine Verbesserung des Lärmschutzes durch geeignete Maßnahmen sowie eine bedarfsgerechte und situative Geschwindigkeitsregelung mittels Streckenbeeinflussungsanlagen fordert.

Landrat Robert Niedergesäß sprach über das geplante einseitige Parkverbot an der Münchner Straße aus Richtung Neufarn. Hierzu hatte sich die Gemeinde an das Landratsamt gewandt und im Oktober fand ein Termin vor Ort gemeinsam mit dem Straßenbauamt statt. Auch einige Anwohner brachten ihre Ideen ein, wie die Situation gerade zu den Hauptverkehrszeiten entschärft werden könnte: Der Vorschlag ist auf Höhe der Münchner Straße 5 ein Parkverbot mit einer eingeschränkten Haltemöglichkeit einzurichten. Dies wird die CSU auch nochmal in den Anzinger Gemeinderat einbringen.

Niedergesäß stellte auch die aktuellen Entwicklungen im ÖPNV und besonders bei den Regionalbuslinien vor. Mehr und bessere Busverbindungen seien der beste Weg, den Stau zu vermeiden und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisen. „Wir haben als Landkreis unsere Kilometerleistung den letzten sechs Jahren um 33 Prozente ausgebaut und viel Geld in die Hand genommen“, so der Landrat. Auf seinen Vorschlag hin, habe der Kreistag im Dezember 2019 einstimmig einen neuen Nahverkehrsplan beschlossen, der in den nächsten Jahren das Angebot massiv ausweiten wird: neue Buslinien, Tangentialverbindungen, bessere Takte, längere Bedienzeiten und schließlich ein Angebot rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. „Dies wird mit Rufbussen oder Anrufsammeltaxen ergänzt! Der Landkreis setzt also stark auf den Ausbau des ÖPNV!“, betonte Niedergesäß.  

Der Landrat ging auch auf den von vielen Bürgerinnen und Bürgern gewünschte Taktverdichtung der Buslinie 9410 ein. Diese Linie sei leider bis 2027 eigenwirtschaftlich an den RVO vergeben. „Wir haben hier also keine Eingriffsmöglichkeiten, erst wieder, wenn die Linie für 2027 neu ausgeschrieben und vergeben wird!“, sagte Niedergesäß. Alternativ habe die CSU im Kreistag eine Rückverlängerung der ab 2021 verkehrenden neuen Buslinie 459 zwischen Poing-Bahnhof, Neufarn und der U-Bahn-Station Messestadt vorgeschlagen. Der MVV hat hier im ersten Vorschlag 22 Fahrten von Hohenlinden über Forstinning und Anzing nach Poing angeregt. Damit wäre eine Anbindung an den S-Bahn-Hof Poing und den U-Bahn-Hof Messestadt-Ost geschaffen. Der MVV schätzt hier Bruttokosten von ca. 250.000 Euro (ohne Einnahmen gerechnet). Das sei ein deutlich besseres und attraktiveres Angebot als das schlechte RVO-Angebot, bzw. zumindest eine sehr gute Übergangslösung bis 2027. „Das Konzept hierzu wird bis zum Frühjahr 2020 ausgearbeitet“, so Niedergesäß.