Frauen-Union fordert mehr Flexibilität

Kein Ausschluss - Karriere und Familie

Ulrike Scharf, MdL, StMin a. D. - Landesvorsitzende seit 2019

Frauen-Union fordert mehr Flexibilität und Unterstützung


Die Frauen-Union Bayern begrüßt die Beschlüsse der Arbeitsgruppe zum Führungspositionen-Gesetz und fordert gleichzeitig weitere Beschlüsse ein. Die Landesvorsitzende Ulrike Scharf, MdL erklärt „der von der Großen Koalition gefundene grundsätzliche Kompromiss, insbesondere im Bereich der Frauenquote, ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ Sie betont „Karriere und Familie dürfen sich nicht ausschließen. Wir brauchen mehr Unterstützung für Familien.“

Scharf drängt darauf, dass weitere Entscheidungen getroffen werden. „Unser Ziel muss es sein die Gesetze an die veränderten Lebensrealitäten der Menschen anzupassen. Wir brauchen dringend eine Höchstarbeitszeit pro Woche anstatt starrer Arbeitszeiten pro Tag. Es muss möglich gemacht werden individuelle Vereinbarungen zu treffen. Außerdem müssen wir Familien mit der Einführung einer Home-Office Pauschale und einer Anhebung des zulässigen Höchstbetrages von Kinderbetreuungskosten steuerlich entlasten.“

Für die Frauen-Union Bayern ist auch die dauerhafte Unterstützung der Alleinerziehenden unerlässlich. „Alleinerziehende tragen eine sehr große Verantwortung und stehen vor immensen Herausforderungen, wenn sie Familie und Beruf vereinbaren möchten. Der für 2020 und 2021 geltende Entlastungsbetrag bei der Einkommenssteuer muss dauerhaft angehoben werden.“, sagt Ulrike Scharf.

Abschließend ist es Scharf ein Anliegen Kinder frühzeitig an die Nutzung digitaler Medien heranzuführen. Die Landesvorsitzende sagt „ein Digitalpakt Kita ist meines Erachtens unerlässlich, um bereits in der frühkindlichen Bildung gezielt auf die Digitalisierung einzugehen. Durch Ausprobieren können technische Zusammenhänge viel einfacher verstanden werden. Vor allem Mädchen können wir damit bereits vom Kindergartenalter an für MINT-Fächer begeistern und Interesse für diese Disziplinen wecken.“