Ortsverband Zwiesel

„Je näher an der Gesellschaft, desto besser“

Besuch von Einrichtungen der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen

Teamarbeit ist in der sog. "Produktion" von Dr. Loew gefordert. Alexander Hannes (v.l.),Einrichtungsleiterin Isolde Göstl, Reinhard Wölfl, Christine Haas, Philipp Geiling, Franz Schober und Christoph Haase

Dass der Zwieseler CSU auch das „S“ für „Sozial“ in ihrem Namen wichtig ist, hat der Ortsverband kürzlich bei einem Besuch von Dr. Loew Soziale Dienstleistungen unter Beweis gestellt. Vor allem die jungen CSU-Mitglieder hatten großes Interesse an den Einblicken in die Einrichtung, die Leiterin Isolde Göstl gab.

Erste Station des dreistündigen Besuchstermins war die sogenannte Tagesstrukturierende Maßnahme (TSM) in der Gartenstraße, in der Leiterin Isolde Göstl einen Überblick in die seit 31 Jahren in Zwiesel ansässige „Loew’sche Einrichtung“ gab. „Damals starteten wir in Rabenstein mit wenigen Bewohnern. Heute betreuen wir in Zwiesel 46 Personen in vier Standorten in Rabenstein, der Anton-Pech-Straße, der Rastfeldstraße und der Gartenstraße“, stellte Isolde Göstl die Einrichtung vor, die Erwachsene zwischen Anfang 20 bis über 80 Jahre mit geistigen Beeinträchtigungen, oft gekoppelt mit psychischen Auffälligkeiten, betreut. Neben Erziehern und Heilerziehern gehören auch Kranken-, Alten- oder Kinderpfleger sowie Pflegehelfer zu den 56 Mitarbeitern und Auszubildenden der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen am Standort Zwiesel/Rabenstein.
Im weiteren Gespräch erkundigten sich die CSU-Mitglieder nach den Abläufen der Einrichtung. Die Anforderungen seien die letzten Jahre stark gestiegen, gibt Isolde Göstl zu bedenken, heute gebe es mehr Bewohner mit mehreren Krankheitsbildern und Begleitdiagnosen. Das Spektrum sei zudem von der Grenze zur Lernbehinderung bis hin zur Pflege besonders groß.
114 Euro Barbetrag erhält jeder Bewohner pro Monat, dazu kommen bis zu 30 Euro „Motivationshilfe“ für Bewohner, die einer „Arbeit“ in der TSM nachgehen. „Einfach mal in ein Café gehen oder Einkäufe im Supermarkt erledigen, erfordere von den Bewohnern sorgsame Planung ihrer Ausgaben“, erklärte Göstl. Die Akzeptanz der Einrichtung sei bei der Bevölkerung sehr groß, es gebe keinerlei Probleme im Umfeld der Wohngruppen. „Je näher an der Gesellschaft, desto besser“, befand Franz Schober. Seit der Eröffnung des Hauses in der Anton-Pech-Straße verfügt jeder Bewohner über ein Einzelzimmer. „Das mag sich nach Luxus anhören, jeder Mensch braucht aber einen privaten Rückzugsbereich“, sagte Leiterin Isolde Göstl.
CSU-Ortsvorsitzender Alexander Hannes wollte abschließend wissen, wie man die Einrichtung unterstützen könne. „Mehr Zeit und mehr Geld für die Betreuung“, wünschte sich die Einrichtungsleiterin, „und ein paar neue PCs zur Bildungsarbeit. Auch als privater Anbieter leisten wir wertvolle Arbeit“, ist sie überzeugt. Hannes bedanke sich für die ausführlichen und offenen Einblicke und betonte, sich politisch für die sozialen Einrichtungen in Zwiesel einzusetzen.
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Unterstützen kann man die Einrichtung durch eine Spende an den Förderverein „Chancengeber e.V.“ auf das Konto DE94 7539 0000 0001 7362 99 mit dem Betreff „Rabenstein“.