Kreisverband Nürnberger Land

Unterstützung des Freistaats äußerst positiv

Gute Finanzen aber Sorgen mit dem Verkehr!

Die Verkehrssituation auf der B8 und eine mögliche Ortsumgehung waren zentrale Themen des Gesprächs. <br>Foto: Fritsch

Schwarzenbruck: MdL Norbert Dünkel besucht Bernd Ernstberger im Rathaus - B8 und finanzielle Lage im Mittelpunkt

 

Nürnberger Land: Im Rahmen seiner „Rathausgespräche“ besuchte Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel (CSU) Schwarzenbrucks Bürgermeister Bernd Ernstberger (SPD), um sich über Anliegen der Gemeinde Schwarzenbruck an den Abgeordneten und an die Landespolitik zu erkundigen. 

Bernd Ernstberger betonte, dass die finanzielle Situation der Gemeinde zufriedenstellend ist. Trotz guter eigener Steuerkraft werden vom Freistaat Bayern in beträchtlicher Höhe Schlüsselzuweisungen gewährt. Auf Grund einer Neuregelung des Finanzausgleichs durch Finanzminister Markus Söder wurde in den letzten Jahren deutlich mehr Geld in die ländlichen Regionen überwiesen. Gerade das Nürnberger Land hat dadurch sehr profitiert so Norbert Dünkel. Die Gemeinde Schwarzenbruck hat in der aktuellen Legislaturperiode so knapp 4 Mio. Euro an Zuweisungen erhalten. Allein 2017 hat die Gemeinde 26% mehr erhalten als im Vorjahr.

Auch ist die Förderung durch die Staatsregierung bei einzelnen Projekten absolut positiv und hat zu einer raschen Realisierung beigetragen, so der 1. Bürgermeister. Beispielsweise konnte der Umbau der Grundschule Schwarzenbruck durch den Freistaat mit einer Förderung von 300.000 Euro ermöglicht werden. Auch die neue Krippe / Hort in Steinnach wird mit einer Förderquote von 90% unterstützt.

Damit auch künftig gute Fördermöglichkeiten fließen, wurde zusammen mit den Gemeinden Feucht und Wendelstein die Einstufung als Mittelzentrum beantragt. Auf den in Aussicht gestellten positiven Bescheid warte man allerdings noch. Dünkel sicherte zu, sich für eine rasche Abwicklung einzusetzen.

Sorge bereitet der zunehmende Verkehr auf der Bundesstraße 8 und die damit einhergehende Belastung für die Anwohner. Es ist zu erwarten, dass sich die Situation durch neue Gewerbeansiedlungen noch weiter verschärfen wird. Bisherige Initiativen fanden aber bis jetzt bei den zuständigen Behörden kein Gehör. „Ich habe Verständnis für das angestrebte Ziel und die vorgetragenen Gründe sind plausibel.“, so Norbert Dünkel. Allerdings stellt der Abgeordnete klar, dass eine Ortsumgehung aktuell nicht im Bundesverkehrswegeplan abgebildet ist. Planungen von Seiten des staatlichen Bauamtes sind daher noch nicht möglich. Um hier zielorientiert voranzukommen, wird Norbert Dünkel dazu gerne ein Treffen zwischen Bürgermeister Ernstberger und Vertreter des Bayerischen Staatsministerium des Innern organisieren und eine entsprechende Anfrage an Innenminister Joachim Herrmann richten. Ziel eines solchen Gespräches wäre es, auf die Problemlage in Schwarzenbruck aufmerksam zu machen und weitere Schritte abzustimmen.

Als Fazit konnten die Beteiligten festhalten, dass sich die Gemeinde Schwarzenbruck positiv entwickelt und die Unterstützung des Freistaats dazu beigetragen hat. Bernd Ernstberger dankte MdL Norbert Dünkel ausdrücklich für sein Engagement, das Gespräch in der Region zu suchen.