Unsere Ziele

Unsere Heimat - Unsere Zukunft

"Näher am Menschen" heißt, für die Bürgerinnen und Bürger unserer Heimat da zu sein. In der Heimat leben, arbeiten, Familien gründen und Existenzen aufbauen zu können, ist der Anspruch, dem wir im Landkreis Passau in besonderer Weise verpflichtet sind.

Der große Erfolg, mit dem wir bislang für die Menschen arbeiten konnten, gibt uns recht und ist Ansporn für die Zukunft. Wir haben Frauen und Männer mit einer Vielfalt von Berufen und Aufgaben, aber auch mit reichem ehrenamtlichem Hintergrund. Erfahrung und neue Ideen verbinden sich im Bewusstsein unserer gemeinsamen Wurzeln und einem christlichen Werteverständnis zu einer Schlagkraft, die zu Recht vom Bürger anerkannt und respektiert ist. Diesen Respekt geben wir mit großer politischer Leidenschaft zurück. Denn die Menschen unserer Heimat, ihre Bedürfnisse und die Verantwortung für einen zukunftsfähigen Landkreis Passau sind das Maß aller Dinge. Daran werden wir uns stets messen lassen.

Mit der Kommunalwahl 2014 stellen wir uns bewusst wieder in diese Verantwortung, verbunden mit der klaren Botschaft: Das Landkreis-Team der CSU ist der Garant für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte, die auch überregional anerkannt ist. Wir werden auch weiterhin Vorreiter und Vorbild sein, wenn es darum geht, unsere Städte, Märkte und Gemeinden im Verbund mit einem starken Landkreis eine sichere Zukunft zu gehen. Wir sind entschlossen, hierfür die Wege zu bereiten - ob Straßen oder Datenleitung. Der wichtigste Grundstock dazu: Solide Finanzen, bei denen Sparen und Investieren keine Gegensätze sind.

Zur Erfolgsgeschichte des Landkreises Passau tragen zwei wesentliche Faktoren bei: Wir lassen den Reden Taten folgen. Unseren Landkreis zu gestalten und nicht nur zu verwalten ist unser Anspruch.

Ankündigungspolitik und die Suche nach der schnellen Schlagzeile ist nicht unsere Sache. Wir werden auch künftig durch Ergebnisse und den Dialog mit den Bürgern überzeugen.

  Finanzen

Finanzen

Solide Finanzen im Landkreis und in den Gemeinden

Situation
Eine stabile, verantwortungsvolle, generationengerechte und nachhaltige Finanzpolitik steht seit jeher auf der Agenda des Landkreises Passau. Sie ist eines seiner Markenzeichen. Mit Investitionen von knapp 52 Millionen Euro in den zurückliegenden sechs Jahren stellt man die Innovationsfähigkeit des Landkreises klar in den Vordergrund. Zugleich eröffnen sich dadurch eine Vielzahl von Zukunftschancen für die Bürgerinnen und Bürger in den verschiedensten Lebensbereichen und Themenfeldern, wie unser Zukunftsprogramm nachfolgend aufzeigt. Nicht zuletzt ist die hohe Investitionstätigkeit des Landkreises auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu erhalten. Parallel dazu ist es gelungen, die Finanzsituation des Landkreises spürbar zu verbessern und die Verbindlichkeiten kontinuierlich zurückzuführen. So konnte die Verschuldung innerhalb von sechs Jahren von 49,9 Millionen Euro um stolze 10,2 Millionen Euro auf aktuell 39,7 Millionen Euro gesenkt werden. Mit dem niedrigsten Kreisumlagehebesatz in Niederbayern - einem der niedrigsten in ganz Bayern (elfte Stelle von insgesamt 71 Landkreisen) - ist der Landkreis Passau ein verlässlicher und fairer Partner seiner 38 Kommunen.

Zum Stand 31.12.2012 beträgt die Ergebnisrücklage des Landkreises Passau 16,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 30 % und kann damit als gut bezeichnet werden. Die bisherigen Würdigungen und Genehmigungen der Rechtsaufsicht sprachen dem Landkreis stets eine geordnete und nachhaltige Haushaltswirtschaft aus.

Unsere Ziele

  • Investieren und konsolidieren
    Eine hohe Investitionstätigkeit des Landkreises ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Voraussetzung dafür ist ein kontinuierlicher Schuldenabbau, mit dem Ziel der Halbierung in den nächsten 15 Jahren. Die entstehenden finanziellen Spielräume werden für die Herausforderungen der Zukunft genutzt.
  • Finanzieller Gestaltungsspielraum für Kommunen
    Der Landkreis wird große Anstrengungen unternehmen, um die Kreisumlage auf einem niedrigen Niveau zu halten. Die Finanzkraft der 38 Gemeinden soll dadurch gestärkt werden.
  • Transparenz in eigenen Unternehmen
    In den landkreiseigenen Unternehmen und Zweckverbanden ist weiterhin auf eine hohe Transparenz zu achten. Das Beteiligungsmanagement wird weitergeführt.
  • Haushaltsdisziplin
    Überplanmäßige Ausgaben soll es nur geben, wenn sie unvermeidbar sind und die Deckung gewährleistet ist. Neue Planungen und Projekte - auf welchem Gebiet auch immer - werden nur unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit und den Folgekosten getätigt.

  Familie

Familie

Kinder sind unsere Zukunft

Situation
Unsere Gesellschaft befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Die Anzahl an Geburten ist auch im Landkreis Passau stagnierend. Waren es 1990 noch 12,2 Kinder pro 1.000 Einwohner, so sind es 2011 gerade einmal noch 7,6 Kinder, ähnlich wenig wie in der gesamten Bundesrepublik (8,2).

Ehe und Familie haben einen hohen Stellenwert. Die Bindung zu Ehe und Familie findet mittlerweile zu einem späteren Lebensabschnitt statt. Der Anteil der alleinerziehenden Mütter und Väter liegt im Landkreis bei über 20,4%. Frauen wollen oder müssen kurz nach der Geburt des Kindes wieder in den Arbeitsprozess zurück. Diese Entwicklung bringt eine generelle Veränderung unserer Gesellschaft mit neuen Aufgaben und Herausforderungen. Die Lebensumstände ändern sich hinsichtlich des Bedarfs an Wohnraum für Mehrgenerationen (Kinderbetreuung, Betreuung von Senioren im Haus). Diese Entwicklung fordert eine hohe Flexibilität an die gesamte Bevölkerung.

Bei den Arbeitsbedingungen zeigt unser Landkreis, dass von Familienfreundlichkeit nicht nur geredet wird, sondern dieser hier selbst als Vorbild gilt. Mit der Auszeichnung im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative Equal wird dies dokumentiert. Hier ging unser Landkreis als Sieger des Regionalwettbewerbs "Familienfreundliche Arbeitswelt" im Bereich öffentliche Verwaltung hervor. 

Unsere Ziele

  • Weiterentwicklung der Kinderbetreuung
    Der gesellschaftliche Wandel mit einer steigender Zahl von Alleinerziehenden und der Berufstätigkeit beider Elternteile bedarf einer Kinderbetreuung, der mittels flexibler Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen, Ganztagsklassen an Schulen sowie einem verstärkten Ausbau des Angebots an Tagesmüttern/Vätern, Leihomas und -opas entgegen gekommen werden muss. Auf den Abbau von Vorschriften hierzu wird politisch hingewirkt. Was die Kinderbetreuung anbelangt, stehen wir generell zur Wahlfreiheit der Eltern.
  • Ausbau der Familienhilfe
    Die Familienhilfe durch qualifiziertes Personal soll erweitert werden. Die Dorfhelferinnen sind finanziell weiterhin zu unterstützen.
  • Familien-Fest
    Das Familienfest des Landkreises bleibt ein fester Bestandteil des Jahresverlaufs.
  • Heimatnahe Arbeitsplätze
    Der Landkreis unterstützt weiterhin den Ausbau der Breitbandinfrastruktur, um wohnortnahe Arbeitsplätze und Heimarbeitsplätze durch die Wirtschaft schaffen und erhalten zu können. Gemeinsam mit den Bildungseinrichtungen, Universität und Unternehmern (Forum Zukunft) sollen Ideen entwickelt werden, um den Wegzug ganzer Familien verhindern zu können.

  Jugend

Jugend

Zukunftsregion für Jugendliche

Situation
Der Landkreis Passau ist eine Zukunftsregion für Jugendliche. Und dies soll auch so bleiben. Deshalb ist es von größter Bedeutung, unserer nachwachsenden Generation weiterhin beste Zukunftsperspektiven in den Bereichen Bildung, Arbeit, Wohnen und Freizeit zu bieten.

In den Gemeinden unseres Landkreises haben wir zahlreiche Jugendgruppen, sowohl organisiert in Verbänden als auch freie. Der Kreisjugendring stellt einen Ansprechpartner für alle Jugendorganisationen dar, der sich um die Betreuung von Gruppen, Gruppenleiter/innen und der Jugendlichen kümmert. Mit den Jugendbeauftragten in den Gemeinden haben wir Ansprechpartner für junge Bürger.

Der Landkreis bietet mit dem Jugendzeltdorf am Rannasee ein attraktives Ferien- und Freizeitzentrum für junge Leute, welches zwischenzeitlich zum Ökodorf weiterentwickelt wurde.

In einer Vielzahl von Vereinen unseres Landkreises wird die Jugendarbeit besonders groß geschrieben. Ob bei den Hilfsorganisationen wie der Feuerwehr, bei den Sportvereinen oder auch den Vereinen, die sich für den Erhalt von Kultur und Brauchtum einsetzen, überall findet man engagierte Jugendliche und aktive Jugendleiter/innen.

Unsere Ziele

  • „Lernen, arbeiten, wohnen“ im Landkreis
    Die Bindung der Jugendlichen an ihre Heimat ist mittels attraktiven Freizeitangeboten (Vereine, KJR) und einem qualifizierten Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot zu verstärken. Die Hilfsorganisationen und Vereine brauchen die Jugendlichen, auch zum Erhalt von Kultur und Brauchtum. Der Landkreis unternimmt große Anstrengungen, um „Lernen, arbeiten und wohnen“ in der Heimat zu ermöglichen. Die Arbeitgeber sollen dabei mit einbezogen werden.

  • Förderung der Jugendarbeit
    Die Arbeit des Kreisjugendringes wird weiterhin finanziell unterstützt und gestärkt. Projekte werden befürwortet. Das Fortbildungsangebot für Jugendliche ist auszubauen und Integrationsprojekte für Migranten sind zu schaffen. Das so genannte „Passauer Modell“ mit der Beschäftigung von pädagogischem Fachpersonal in den Kommunen zur Einbindung nicht organisierter Jugendlicher wird fortgeführt.

  • Kooperationen Schule und Vereine
    Den Schulen und Vereinen kommt eine große Bedeutung gerade im Bereich der Ganztagsbetreuung von Jugendlichen zu. Entsprechende Kooperationen mit den Vereinen sind zu unterstützen.

  Bildung / Ausbildung

Bildung/Ausbildung 


Situation
Beste Bildung und beste Ausbildung sind Voraussetzung, um unsere Kinder und Jugendlichen fit für ihre Zukunft zu machen. Unser Landkreis verfügt über ein sehr gutes schulisches Bildungsangebot und bietet beste Bildungschancen für alle. So wurden in den letzten 10 Jahren rund 70 Mio. Euro in diesem Bereich investiert (z.B. 9 Mio. Euro Modernisierung Realschule Tittling, 3 Mio. Euro Realschule Hauzenberg). Mit den Grund- und Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderschulen und Berufsschulen bieten wir flächendeckend ein umfassendes Schulnetz. Und auch im Bereich der Erwachsenenbildung steht mit unserer Volkshochschule ein breites Bildungsangebot zur Verfügung.

Mit der Universität in Passau und den Hochschulen in Deggendorf und Landshut ist eine akademische Ausbildung vor Ort hervorragend gewährleistet. Eine existenzielle Aufgabe ist es, unseren Jugendlichen in der Region ausreichende Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu bieten.

Unsere Ziele

  • Chancenvielfalt
    Das Passauer Land bietet allen Kindern und Jugendlichen eine Vielzahl von hochwertigen Bildungsmöglichkeiten. Grund- und Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien wurden und werden auch in Zukunft weiter modernisiert und zielführend ausgestattet. Die Schul-Vielfalt wird weiter gefördert und gesichert, z.B. mit dem Aus- und Umbau des Gymnasiums in Untergriesbach. Das große Engagement des Landkreises in der Schulsozialarbeit wird immer wichtiger. Sie soll durch noch mehr Flexibilität noch leistungsfähiger werden. Damit wird es möglich, sich noch stärker um auffällige Kinder und Jugendliche kümmern zu können. „Lernpaten“ oder „Sprachpaten“ übernehmen wichtige Aufgaben, damit jedes Kind und jeder Jugendliche seine Bildungschancen wahrnehmen kann. Der Berufsschulverband bietet in seinen Schulen hochwertige Ausbildung in zahlreichen Berufen. Dazu zählt auch, die hohen Standards an den Berufsschulstandorten zu halten (z.B. Modernisierung/Neubau der Berufsschule in Vilshofen).
  • Förderung
    Kein Kind und kein Jugendlicher darf verloren gehen! Mit PASSgenAU wollen wir gemeinsam mit dem Regionalmanagement, dem Wirtschaftsforum, den Staatlichen Schulämtern in Stadt und Landkreis erreichen, dass erfolgreiche Schul- und berufliche Abschlüsse erreicht und Ausbildungsabbrüche vermieden werden. 
  • Lebenslanges Lernen
    Die Volkshochschule bietet eine Vielzahl von Kursen im Bereich der Erwachsenenbildung. Das Ziel „Lebenslanges Lernen“ muss mit noch mehr Inhalten gefüllt werden. Das Können, die Erfahrung und das Wissen der Älteren muss noch besser genutzt werden.
  • Förderschulen/Inklusion
    Den Förderschulen gilt das Augenmerk des Landkreises auch in Zukunft. Die Modernisierung der Schulen geht weiter. Die Inklusion an den weiterführenden Schulen wird je nach Möglichkeit umgesetzt

  • Fortführung der Technikoffensive
    Das Kompetenz-Zentrum „Internet“ an der Universität Passau sowie der weitere Ausbau von „Technik-plus“ wird unterstützt. Die „Wissenswerkstatt Passau“ bleibt fester Bestandteil der Offensive, ebenso die Technologie-Zentren in Ruhstorf und Hutthurm sowie die Aktionen „Technik für Kinder“ in Grundschulen sowie „Haus der Kleinen Forscher“ in den Kindergärten.

  Senioren

Senioren

Leben in der Heimat bis ins hohe Alter

Situation
Die demographische Entwicklung mit ihren Folgen ist für den Landkreis Passau eine besondere Herausforderung. Unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind erfreulicherweise aktiver und vitaler und verfügen über ein hohes Maß an Lebenserfahrung sowie Wissen, das auch bei politischen Entscheidungen gefragt ist.
Unsere Seniorinnen und Senioren sind mit ihrer Heimat eng verbunden. Die Mobilität vieler älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger, besonders im ländlichen Raum, ist eingeschränkt. Von besonderer Bedeutung sind hier deshalb die Erreichbarkeit von öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie eine möglichst flächendeckende Nahversorgung. Als begehrte Informationshilfe hat sich auf vielfache Weise der Seniorenwegweiser bewährt. Er bietet der älteren Generation viel Wissenswertes, um sich in diesem Lebensabschnitt in den verschiedensten Bereichen des öffentlichen und sozialen Lebens und der sozial-caritativen Einrichtungen besser zurecht zu finden.

Unsere Ziele

  • Umsetzung des Seniorenkonzepts
    Alle Gemeinden sollen Seniorenbeauftragte benennen. Der Landkreis erarbeitet ein „Handlungsbuch“ zur Seniorenarbeit und ist auch Ansprechpartner in auftretenden Fragen. Schulungen und regelmäßiger Erfahrungsaustausch der Seniorenbeauftragten sollen die Aktivitäten vor Ort vernetzen. Die Bedürfnisse älterer Mitmenschen müssen im Alltagsleben zur Selbstverständlichkeit werden. 

  • Haus- und Fachärzte
    Die politische Unterstützung der Haus- und speziell Facharztbetreuung im Passauer Land ist bei der kassenärztlichen Vereinigung und beim Gesundheitsministerium durch den Landrat und die Geschäftsführung unserer Krankenhäuser fortzuführen.
  • Förderung des ÖPNV
    Die Schaffung einer Mobilitätszentrale bündelt und vernetzt die Bahn- und Busangebote, die Mitfahrzentrale und Car-Sharing Angebote in Stadt und Landkreis Passau. Die Barrierefreiheit wird dabei eine besondere Herausforderung sein.

  Wirtschaft & Arbeit

Wirtschaft und Arbeit

Stärkung der Wirtschaft – Arbeitsplätze vor Ort

Situation
Trotz aktuell positiver Entwicklungen am Arbeitsmarkt haben wir in unserer Region immer noch eine hohe Zahl an Auspendlern. Das Handwerk und der Mittelstand stellen eine tragende Säule der Wirtschaft dar. Unseren Jugendlichen bieten sie eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen in der Region. Deshalb gilt es besonders, die Wirtschaft in unserer Region zu stärken. Dazu zählt neben einer guten Infrastruktur auch die unbürokratische Unterstützung von Gewerbetreibenden durch das Landratsamt Passau. Von Seiten der CSU vertreten wir klar den Grundsatz, dass Arbeit und Leistung sich lohnen müssen. Wir wollen zusammen mit der Landes- und Bundespolitik dazu beitragen, dass die Rahmenbedingungen für unsere heimische Wirtschaft stimmen und einen Standortvorteil darstellen.

Deshalb sind gezielte Bemühungen um stärkere Zusammenführung bzw. Kooperation der Kurativen Medizin mit der Präventionsmedizin, mit den Rehabilitationseinrichtungen, Pharmaherstellern, der Medizintechnik und Forschung/Wissenschaft zu ergreifen. Das „Passauer Land“ ist „der attraktive“ Standort für Reha und Wellness in Bayern, er muss mit anderen Leistungserbringern stärker vernetzt werden. Unser Landrat ist ständig unter dem Motto „Landrat trifft Wirtschaft“ mit unseren Betrieben in Kontakt.  

Unsere Ziele

  • Wirtschaftsregion
    Wir setzen beim Standortmarketing auf zwei Säulen: Zum einen den Erhalt bestehender sowie der Ansiedlung neuer Betriebe. Es gilt weiterhin der „Service aus einer Hand“ durch unsere Einrichtung „Go Passau“. Konzepte im Bereich des Tourismus und Reha-Bereiches sind mit den Leistungsanbietern zu erarbeiten. Die Region ist insgesamt gut aufgestellt, auch bei den weichen Standortfaktoren (z.B. Kultur, Freizeitangebot). Unsere Unternehmen bieten hochwertige Arbeitsplätze. Die Wirtschaftsmesse „Ausblick“ in Ruhstorf wird weitergeführt, ebenso die „Netzwerk“-Veranstaltungen für Unternehmer. Der Breitbandausbau wird fortgeführt. Das Vorhalten von Gewerbeflächen wollen wir in den Gemeinden unterstützen.
  • Fachkräftemangel
    Ein attraktives Berufsschulangebot und die Optimierung der Berufsfähigkeit von Schulabgängern wirken sich positiv auf die Arbeitsmöglichkeiten aus und beugen dem Fachkräftemangel vor.
  • Weitere Zusammenarbeit von Hochschulen und Betrieben
    Unsere Betriebe müssen weiter vernetzt werden und von den Hochschulen profitieren. Das Thema „Technologietransfer zwischen Hochschulen und Betrieben“ muss verstärkt werden. Die Wirtschaft muss zu den Forschungsergebnissen Zugang haben. Die Technologiezentren Ruhstorf und Hutthurm sollen die Zusammenarbeit mit den Unternehmen weiter verstärken.
  • Regionalmanagement
    Das Regionalmanagement von Stadt und Landkreis Passau soll eine „Willkommens-Kultur“ erarbeiten, die neben Standorten auch Freizeit und Kultur verstärkt beinhaltet. Hochschulabgänger sollen in der Region gehalten oder zurückgeholt werden. Gleiche Lebensverhältnisse auf dem flachen Land und in den Ballungszentren sind herzustellen. Es wird eine Initiative „Erfahrung kehrt heim“ gestartet. Lösungsansätze hierzu werden vom Forum „Zukunft“ des Landkreises erarbeitet.

  Tourismus & Naherholung

Tourismus und Naherholung

Passauer Land: Wohnen, wo andere Urlaub machen

Situation
Kaum eine Region in Deutschland ist landschaftlich so vielseitig wie unser Passauer Land. Mit ganzjährig nutzbaren Sport- und Erholungsmöglichkeiten bietet unser Landkreis attraktive Urlaubsangebote für alle Generationen, insbesondere auch für Familien. Aber auch für die eigenen Bürger stellt unsere Heimat ein Naherholungsgebiet von hoher Qualität dar. Mit unserer multifunktionalen und bundesweit vorbildlichen „Passau-Card“ bieten wir dem Urlauber ein weitreichendes All-Inklusiv-Angebot, mit dem man die Attraktionen vor Ort kennenlernen kann. Über ein Drittel des Sozialprodukts wird in unserer Heimat mit dem Tourismus erwirtschaftet. Er sichert viele wohnortnahe Arbeitsplätze. Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes im Hotelgewerbe löste zusätzliche Investitionen in die Qualitätssteigerung aus und wirkte sich positiv auf die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen aus.

Unsere Ziele

  • Passauer Land
    Den vielen Arbeitsplätzen im Bereich Tourismus, aber auch im Bäderwesen ist erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Bevölkerung des Passauer Landes soll aus der hohen Freizeitqualität weiterhin großen Nutzen ziehen können.
    Das Golf- und Thermenland sowie der Bayerische Wald und die reizvollen Flusslandschaften bedeuten auch für die Wirtschaft einen erheblichen Standortfaktor. Die „Marke“ Passauer Land wird in die Donau-Moldau-Region eingebunden. Professioneller Werbung ist künftig noch mehr Beachtung zu schenken. Die Passau-Card kann im Verbund mit Oberösterreich und Böhmen weiter ausgebaut werden.
  • Steigerung der Qualität im Dienstleistungsbereich
    Die Ausbildung im Bereich der Gastronomie sowie Tourismus muss weiter vor Ort gestärkt werden, ebenso die Weiterbildungsangebote für Tourismusbetriebe. In diesem Zusammenhang soll auf die Erweiterung der mehrsprachigen Präsentation im Internet, aber auch z.B. in Prospekten/Speisekarten hingewirkt werden. Lebendige Ortszentren und eine überaus große kulturelle Vielfalt sollen durch die Fortsetzung der Dorferneuerung und Städtebauförderung politisch unterstützt werden, wozu auch Leader-Projekte der EU gehören.
  • Gesundheits- und Erlebnis-Urlaub
    Der Landkreis Passau ist eine einzigartige Gesundheitsregion mit seinen Bädern Bad Füssing und Bad Griesbach. Hierzu gehören auch seine Luftkurorte. „Urlaub auf dem Bauernhof“, das Nordische Zentrum in Rastbüchl, der Klosterwinkel, das Ilzer Land, unsere wertvollen Flusstäler oder die Innschifffahrt zeigen die Vielfalt der Natur und der touristischen Einrichtungen in unserem Landkreis auf. Die Fernwanderwege Donausteig oder Panoramaweg sowie der Donau-Radweg werden weiter ausgebaut. Die überregional bedeutende Landes-Ausstellung 2016 „Bier in Bayern“ in Aldersbach wird das Passauer Land im Bereich „Kultur-Tourismus“ langfristig voranbringen.

  • Tourismus-Tag
    Der erfolgreiche „Tag des Tourismus“ wird weitergeführt.

  Land- und Forstwirtschaft

Land- und Forstwirtschaft

Die Landwirtschaft gibt unserem Land ein Gesicht

Situation
Für unsere Region Passau ist die Land- und Forstwirtschaft in ihrer Vielfalt der Garant für qualitativ hochwertige, gesunde, regionale Lebensmittel und eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, die es zu erhalten gilt. Sie ist die Basis dafür, dass das Passauer Land zu einer der beliebtesten Tourismusregionen geworden ist. Als klassisches Standbein der Region muss auch in Zukunft die flächendeckende Landbewirtschaftung als Erwerbsgrundlage für einen Teil der Bevölkerung gesichert werden. Darüber hinaus ist die Land- und Forstwirtschaft mit den vor- und nachgelagerten Bereichen Arbeitgeber für eine Vielzahl von Menschen in unserer Region und stellt einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Durch die anhaltende Klimaschutzdiskussion und Entwicklung auf dem Energiesektor bieten sich im Bereich der erneuerbaren Energien eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten für die Land- und Forstwirtschaft, z.B. als Energiewirte. Der Wald ist nicht nur Energielieferant sondern auch Naherholungsraum und somit auch ein wirtschaftlicher Faktor, den es in seiner Vielfalt zu erhalten gilt. Er ist wertvolles Kapital im Bereich Tourismus. Die höhere Landbauschule in Rotthalmünster, die Landwirtschaftsschule in Passau mit dem grünen Zentrum und die Akademie für ökologischen Landbau in Kringell sind für uns unverzichtbare Pfeiler einer modernen Ausbildung des landwirtschaftlichen Nachwuchses.

Unsere Ziele

  • Naturschutz im Dialog
    Nur gemeinsam mit der Land- und Forstwirtschaft ist Umwelt- und Naturschutz möglich. Die Interessen der Grundstückseigentümer im Umwelt- und Naturschutz sind zu berücksichtigen.
  • Moderne Landwirtschaft
    Unsere Landwirte bieten eine Vielfalt gesunder Lebensmittel. Die bäuerlichen Familienbetriebe sind Garanten unserer vielfältigen Kulturlandschaft, die es zu erhalten gilt.
  • Regionalvermarktung/Nahversorgung
    Die Regionalvermarktung der Lebensmittel aus der heimischen Produktion (z.B. „Landleben“) wird weiter unterstützt und bietet den Betrieben Entwicklungsperspektiven. Wo produziert und eingekauft wird, entsteht Wertschöpfung vor Ort – auch im Sinne des Klimaschutzes. Die besonders im ländlichen Raum wichtige Nahversorgung – nicht nur im Lebensmittelbereich – durch das Handwerk und Gewerbe bietet viele Arbeitsplätze, die im Fokus bleiben müssen.

  • Waldbewirtschaftung
    Eine naturnahe Waldbewirtschaftung steht vor Waldstilllegung – Wald schützen und Wald nützen! Der wertvolle nachwachsende Rohstoff Holz als Baustoff (kommt beispielsweise auch beim Neubau des Landratsamtes in Salzweg zum Einsatz) oder Energieträger ist verstärkt zu nutzen. Die Waldbauernvereinigungen bieten z.B. Privatwaldbesitzern Schulungen und professionelle Waldbewirtschaftung an. Das Angebot des Clusters „Forst und Holz“ wird weiter genutzt.

  Natur und Umwelt

Natur und Umwelt

Bewahrung unserer unverwechselbaren Heimat

Situation
Unsere Heimat ist geprägt von einer vielschichtigen Natur und Landschaft. Südlich der Donau befindet sich das Rottal mit seinen flachen Feldern und Waldgebieten. Dort bildet der Inn die natürliche Grenze zum benachbarten Österreich. Nördlich der Donau erstreckt sich der Bayerische Wald, eines der ältesten Gebirge der Welt. Zahlreiche Flüsse und Seen bereichern unsere Landschaft und bilden eine Region mit besonderer Schönheit. Umweltschutz geht jeden an und beginnt im Kleinen: „Global denken und lokal handeln“ lautet unser Motto.

Mit vielen Maßnahmen trägt der Landkreis Passau bei, die Umwelt zu bewahren, so z.B. mit dem Projekt „Saubere Ilz“ und dem sehr erfolgreichem Projekt Flussperlmuscheln. Natur- und Umweltschutz wird im Landkreis Passau groß geschrieben: Er steht mit 2.695 kartierten schutzwürdigen Biotopen mit 6.750 Einzelflächen mit an der Spitze in Bayern. Zudem weist unser Landkreis 6 Naturschutz- und 12 Landschaftsschutzgebiete aus. Bezüglich der Abwasserreinigung sind trotz der schwierigen topographischen Verhältnisse im Landkreis bereits über 93 % der Haushalte an ein öffentliches Kanalnetz angeschlossen. Die Wasserversorgung muss weiterhin in kommunaler Hand bleiben.

Unsere Ziele

  • Klimaschutzkonzept
    Das erarbeitete und vom Kreistag einstimmig beschlossene integrierte Klimaschutzkonzept wird gemeinsam mit den Landkreis-Gemeinden Schritt für Schritt umgesetzt – nach dem Motto „Global denken, lokal handeln“ (http://www.landkreis-passau.de/Emotion/Klimaschutzkonzept.aspx). Die Energiewende ist im Einklang mit der Landschaft sowie Einbeziehung der gesamten Bevölkerung notwendig. Das Technologiezentrum der Hochschule Landshut wird in diesem Zusammenhang weiter unterstützt.
  • Umweltbildung
    Das „Haus am Strom“ in Jochenstein trägt mit seinen vielen Aktionen zur Umwelt-Bewusstseinsbildung bei. In der Messe „Ausblick“ in Ruhstorf soll das Thema „Umwelt“ ein ständiger Schwerpunkt sein.
  • Hochwasser- und Menschenschutz vor Umweltschutz
    Es ist darauf zu achten, dass bei den weiteren notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen nach der Flutkatastrophe im Juni 2013 die berechtigten Interessen der Menschen vor Ort berücksichtigt werden.
  • Landschaftspflege
    Mit den Landwirten wird die fruchtbare Arbeit des Landschaftspflegeverbandes fortgeführt.
  • ÖPNV
    Zur Entlastung der Umwelt trägt der Öffentliche Personennahverkehr einen erheblichen Anteil. Die Fortentwicklung z.B. mit den „Rufbussen“ oder der Mobilitätszentrale sowie der weitere Ausbau von Rad- und Wanderwegen sind gemeindeübergreifend voranzutreiben. Hier sind Querverbindungen zu den bereits bestehenden überregionalen Wegen nötig.

  Infrastruktur

Infrastruktur

Straßen, Schienen, Wasser und moderne Technologien

Situation
Die geographische Lage der Region Passau im Herzen Europas bietet beste Voraussetzungen für eine optimale wirtschaftliche Entwicklung. Neben dem Straßen- und Schienennetz dient auch die Donau als Transportweg für Güter. Wir liegen verkehrsgünstig an der europäischen Ost-West-Schifffahrtsverbindung zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Das umweltverträglichste und preiswerteste Verkehrsmittel besonders bei längeren Distanzen bildet das Binnenschiff. Um unsere Region zu einer Logistikdrehscheibe im Herzen Europas weiterzuentwickeln, müssen wir die Verkehrswege weiter optimieren. Aber auch die Infrastruktur an modernen Kommunikationswegen muss weiter ausgebaut werden. Der Verkehrslandeplatz in Vilshofen bildet für unsere Betriebe einen wichtigen Standortfaktor.

Unsere Ziele

  • Ausbau der Fernstraßen
    Die Fertigstellung der A 94 sowie ein Ausbau der A 3 auf 6 Fahr-Spuren werden gezielt weiterverfolgt. Diese Verkehrsadern von europäischer Dimension sind für die Entwicklung des Passauer Landes von großer Bedeutung. Weitere Pendlerparkplätze sind zu errichten.
  • Bundes- und Kreisstraßen
    Der weitere Ausbau der B 12 im östlichen Landkreis, die Verbesserung der Anbindung des Wegscheider Landes an die A 3, sowie des Autobahnzubringers Hutthurm-Aicha v.Wald sind für die wirtschaftliche Entwicklung notwendig. Eine leistungsfähige Umfahrung der Stadt Passau zur A 3 ist erforderlich. Die Instandhaltung sowie ein notwendiger Ausbau der Kreisstraßen, z.B. von Ortsumfahrungen oder unfallträchtiger Knotenpunkte sind zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wichtig.
  • Schienennetz
    Das Passauer Land braucht eine bessere Anbindung durch die Schiene an die Metropol-Regionen. Landrat und Abgeordnete werden auch künftig ihre Bemühungen diesbezüglich beibehalten.
  • Breitband
    Der flächendeckende, leistungsfähige Breitbandausbau wird weiter verfolgt und durch den Landkreis gefördert. Arbeitsplätze können dadurch gesichert und geschaffen werden.

  • ÖPNV
    Das ÖPNV-Angebot soll weiter verbessert werden. Auf behindertengerechte Angebote und attraktive Fahrplangestaltung ist zu achten.
  • E-Wald
    Das E-Wald-Projekt wird unterstützt und ausgebaut. Gerade im ländlichen Raum ist die Elektromobilität (viele Kurzstrecken) von Vorteil.

  Gesundheitswesen

Gesundheitswesen

Gesundheitsregion Passauer Land

Situation
Als erster Landkreis in Niederbayern haben wir die Zertifizierung als Gesundheitsregion erhalten.

Wir sind froh, dass wir im ländlichen Raum die Vorzüge einer modernen medizinischen Versorgung in Anspruch nehmen können. In den letzten Jahren wurden die Gesundheitseinrichtungen sehr nach vorne gebracht. Mit unseren drei Krankenhäusern im Landkreis in Rotthalmünster, Wegscheid und Vilshofen sowie der Reha-Klinik in Bad Füssing haben wir eine moderne, wettbewerbsfähige Gesundheitsvorsorge vor Ort. Mit dem Klinikum in Passau hat unsere Region ein medizinisches Zentrum. Beides zusammen gewährleistet heute eine optimale gesundheitliche Gesamtversorgung. Es gilt, dieses Netz durch eine offensive Zusammenarbeit, insbesondere auf wirtschaftlichem Sektor und in der Versorgungsstrategie nicht nur zu erhalten, sondern zeitgemäß fortzuentwickeln. Mit dem Linksherzkatheter in Rotthalmünster, der Erweiterung und Modernisierung in Vilshofen und dem Kernspintomographen in Wegscheid entwickeln wir unser Angebot laufend weiter. Unser Zentrum für Gesundheitsberufe in Rotthalmünster sorgt für qualitativ gut ausgebildeten Nachwuchs in der Gesundheitsvorsorge.

Für alle Menschen mit Behinderung haben wir einen eigenen Beauftragten, der sich speziell um ihre Belange annimmt. Bei der Stellenbesetzung im Landratsamt ist die Beschäftigtenquote von Menschen mit Behinderung besonders zu beachten. 

Unsere Ziele

  • Gesundheitseinrichtungen stärken
    Der Landkreis Passau ist mit der Krankenhaus gGmbH sehr gut aufgestellt und entwickelt das Angebot ständig weiter, z.B. in Wegscheid mit der psychosomatischen Station. Die Zusammenarbeit der Krankenhäuser mit dem Klinikum Passau auf Augenhöhe ist zu intensivieren. Die Altersmedizin muss ausgebaut werden.
  • Zusammenarbeit
    Caritative Einrichtungen und Selbsthilfegruppen sollen die Zusammenarbeit – auch mit der Krankenhaus-gGmbH – verstärken. Die Eigenverantwortung der Bevölkerung und Präventionsmaßnahmen sind zu unterstützen.
  • Behinderte
    Die Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten für Behinderte (z.B. auch nach einem Unfall) sind wohnortnäher zu erweitern.
  • Werbung
    In der Gesundheitsregion des Passauer Landes sind Berufe im sozialen Bereich besonders gefragt. An Schulen soll hierfür die Werbung intensiviert werden.

  • Pflegefall
    Zentrale Anlaufstellen für Angehörige im Pflegefall sollen geschaffen werden. Die gesetzlich vorgeschriebenen Pflegestützpunkte sind unter dem Motto „Ambulant vor stationär“ voranzubringen.

  Kultur, Vereine, Sport

Kultur, Vereine, Sport

Aktive Bürgergesellschaft im Kulturlandkreis

Situation
Der Landkreis Passau ist einer der Kulturlandkreise Bayerns schlechthin, wie Ministerpräsident Horst Seehofer im Rahmen der Kulturpreisverleihung 2011 in Vilshofen betonte. Zahlreiche Bau-, Boden- und Naturdenkmäler prägen unsere schöne Heimat. Die kreiseigenen Einrichtungen wie das Granitzentrum, das Haus am Strom und unseren Museen sind kulturelle Leuchttürme mit Ausstrahlung auf ganz Ostbayern und darüber hinaus. Unsere Kultur spiegelt sich aber auch in der Musik wieder. Die Kreismusikschule mit rund 2.800 Schülerinnen und Schülern ist ein Paradebeispiel kulturellen Schaffens und eine Vorzeigeeinrichtung im gesamten Freistaat Bayern. Die alljährliche Verleihung des Kulturpreises mit dem Nachwuchsförderpreis zeugen von der künstlerischen und kulturellen Vielfalt unseres Kulturlandkreises. Auch unsere Heimat- und Volksmusikpfleger sowie das Kulturreferat im Landratsamt tragen zur Bewahrung unserer Identität bei. Ein großes Stück Kultur wird auch von jedem unserer Vereine im Landkreis aktiv gelebt. Sie sind ein besonderer Wert im gesellschaftlichen Zusammenleben. Zahlreiche ehrenamtlich Tätige tragen durch ihr Engagement für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung und eine lebenswerte Heimat bei. Sie bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft. Eine besonders wichtige Funktion kommt auch unseren Sportvereinen zu, die sich vorbildlich um Prävention, sinnvolle Freizeitangebote und Fitness kümmern. Um dieses großartige und uneigennützige Wirken entsprechend zu fördern und zu stärken, wurde im Landratsamt eigens eine Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement geschaffen, eine Anlaufstelle für alle Vereine und Ehrenamtlichen. Zur Würdigung und Wertschätzung ehrenamtlichen Tuns und Schaffens hat der Landkreis im Jahr 2012 die Ehrenamtskarte eingeführt mit vielen Vergünstigungen für die Inhaber.

Unsere Ziele

  • Kreismusikschule und Kulturpreis
    Die Kreismusikschule ist ein Aushängeschild unseres Kulturlandkreises Passau. Die Gemeinden und Musikvereine sind zusammen mit dem Landkreis bestrebt, das hohe Niveau zu halten. Der Kulturpreis wird als außergewöhnliche Auszeichnung beibehalten.
  • Unterstützung von Hilfsorganisationen, Vereinen und Selbsthilfegruppen
    Die bedarfsgerechte Unterstützung der Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen und Vereine wird weitergeführt. Die geschaffene Beratungsstelle zum ehrenamtlichen Engagement wird gestärkt. Die Auszeichnung durch die Verleihung der Ehrenamtskarte und die damit verbundenen Vergünstigungen in den Landkreis-Einrichtungen werden weitergeführt und ausgebaut. Zur steuerlichen Verbesserung im Ehrenamt wird eine politische Initiative gestartet.
  • Sportlerehrung
    Das ehrenamtliche Engagement im Sportbereich wird weiter unterstützt. Der Sport-Preis des Landrats sowie die Sportlerehrung richten sich an Personen mit herausragenden Leistungen. Die Sportvereine bieten Freizeitangebot von hoher Qualität.
  • Denkmalschutz
    Die vielen Baudenkmäler im Passauer Land sind für unseren Kulturlandkreis unverzichtbar. Die hohen Aufwendungen für den Denkmalschutz sind zu unterstützen, mögliche EU-Fördergelder sind zu prüfen. Denkmalschutz und Innerorts-Entwicklung muss in Einklang gebracht werden. Politisch soll darauf hingearbeitet werden, dass „Leben im Ortszentrum“ trotz Denkmalschutz möglich ist.

  Kommunen

Kommunen

Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Situation
Die Kommunen gelten als die Keimzelle unserer Demokratie. Deshalb gebührt unseren Städten, Märkten und Gemeinden unser besonderes Augenmerk. Auf einer Fläche von 1.530 Quadratkilometern leben 185.000 Menschen in den 38 Gemeinden unseres Landkreises. Jede Ortschaft ist eine Besonderheit und bedarf unterschiedlicher Formen der Unterstützung und der Zusammenarbeit. Der Landkreis pflegt seit jeher ein äußerst partnerschaftliches Miteinander zu seinen Kommunen, denn nur im Miteinander liegt der Schlüssel zum Erfolg für eine zukunftsorientierte Politik zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger. Jüngste Beispiele hierfür sind die Unterstützung aller Landkreiskommunen beim Ausbau des Breitbandnetzes durch die Einrichtung einer Breitbandkoordinierungsstelle im Landratsamt und die Übernahme von 50 % der kommunalen Investitionskosten sowie die Beratung und Unterstützung für mehr Energieeffizienz im Rahmen der Energiewende durch die Stabsstelle Klimaschutz und die Erstellung des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes. Ein großer Erfolg war im Jahr 2012 auch das gemeinsame Bestreben, dass der gesamte Landkreis Passau im Rahmen der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern als Raum mit besonderem Handlungsbedarf eingestuft wurde. Das Landratsamt ist eine Dienstleistungseinrichtung für alle Bürgerinnen und Bürger sowie auch für die Gemeinden. Die Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen und Behörden wird auf hohem und konstruktivem Niveau geführt.

Unsere Ziele

  • Stärken der kommunalen Ebene
    Gesetze und Verordnungen müssen bürgerfreundlich umgesetzt und gestaltet werden. Das Landratsamt ist Unterstützer, nicht „Verhinderer“. Die optimale Vernetzung der Gemeinden und die Zusammenarbeit werden weiter vorangetrieben.
  • Landkreis als Dienstleister
    Das Landratsamt ist für die Bürger stets Ansprechpartner. Hilfestellung bei vielfältigen Problemen wird gegeben. Bei der Umsetzung des Senioren- bzw. Klimaschutz-Konzeptes gibt der Landkreis fachliche Unterstützung. Das 3-Standorte-Konzept (Passau, Fürstenzell, Salzweg) wird realisiert und die Zulassungsstellen werden als Servicestellen ausgebaut.
  • Unterstützung beim Breitbandausbau
    Der Landkreis ermöglicht den Kommunen durch finanzielle und fachliche Unterstützung den weiteren Ausbau des Breitbands.
  • Kommunaler Finanzausgleich
    Ein gerechterer Finanzausgleich wird weiter eingefordert und politisch unterstützt. Der ländliche Raum braucht eine höhere Investitionspauschale und Straßenunterhaltungszuschüsse. Auf eine Veränderung der Einwohnergewichtung bei der Berechnung der Schlüsselzuweisungen ist zu Gunsten des ländlichen Raums hinzuwirken.

  Europa

Europa

- Der Landkreis Passau eine lebendige Drehscheibe im Herzen Europas -

Situation
Europa ist fester Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden: Die längste Friedensperiode in der Geschichte, freies Reisen, gemeinsame Währung, Wachstum und Wohlstand, dies sind nur einige Errungenschaften der europäischen Zusammenarbeit. Die Öffnung Europas war ein Glücksfall in der europäischen Geschichte und rückte die Region Passau ehemals aus einer Randlage in das Herzen Europas. Zu den unmittelbaren Nachbarn Österreich und Tschechien pflegen wir – nicht zuletzt dank der hervorragenden Arbeit der EUREGIO Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn - vielfältigste, enge und freundschaftliche Beziehungen. Mit zahlreichen Kooperationspartnern u.a. aus Politik, Verwaltung, Kultur, Wirtschaft, Sport und Verbänden ist es bereits gelungen, die Attraktivität der gemeinsamen Region (Dreiländer-Region, Pilgerweg Via Nova, Donau-Radweg, Donausteig, Winter hoch 3…) merklich zu steigern. Der grenzüberschreitende Güter- und Wirtschaftsaustausch hat zu enormen Zuwachsraten geführt, was sich noch stärker in einem offensiveren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur niederschlagen muss, um der Drehscheiben-Funktion im Herzen Europas gerecht zu werden. Neue positive Ansätze ergeben sich vor allem durch die Gründung der Donau-Moldau-Region, mit dem Ansinnen, auf kommunaler und wirtschaftlicher Ebene enger zu kooperieren. Die Gemeinden und Landkreise sind integrale Bestandteile Europas. Die kommunalen Partnerschaften haben erheblich dazu beigetragen, Ressentiments zwischen europäischen Staaten abzubauen. Auch in Zukunft hat die kommunale Ebene hier eine große Aufgabe, sich auf der menschlichen, völkerverständigenden Ebene positiv einzubringen.

Fakt ist aber auch, dass sich die Europäische Integration immer stärker auf die kommunale Ebene und das tägliche Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger auswirkt. Nach Schätzungen nehmen mehr als 80 % der Entscheidungen, die auf EU-Ebene getroffen werden, Einfluss auf kommunale Belange. Deshalb sind auch der Landkreis und die Kommunen gefordert, sich verstärkt für eine kommunalfreundliche Politik auf europäischer Ebene einzusetzen.

Unsere Ziele

  • Projekte
    Wir setzen weiterhin auf EU-Leader-Projekte landkreisweit, sowie den Ausbau von überregionale Rad- und Wanderwegen usw. Die europäische Donau-Moldau-Region eröffnet eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten, die in Anspruch genommen werden sollen.
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
    Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Verkehr, Tourismus, Hochwasserschutz, Bildung, Natur, Kultur und Umwelt unter Einbindung der EUREGIO Bayerischer Wald – Böhmerwald – Unterer Inn, der Kammern sowie des Wirtschaftsforums weiter zu forcieren.
  • Verkehrswege
    Die Zunahme des Verkehrs im Zuge der Grenzöffnungen in ganz Europa muss beim Ausbau der Verkehrswege in unserer Heimat berücksichtigt und Gegenstand der Finanz-Verhandlungen werden.
  • Sprachbarrieren abbauen und Partnerschaften fördern
    Die Volkshochschule bietet weiterhin Sprachkurse aller europäischen Länder, um Sprachbarrieren auch zu den östlichen Nachbarn abzubauen. Die Aufnahme von Begegnungsprojekten und Partnerschaften insbesondere zu den mittel- und osteuropäischen Ländern ist zu unterstützen und zu fördern.

  Sozialwesen

Sozialwesen

Sozial- und Jugendhilfe

Situation
Das Sozialwesen ist eine staatliche Aufgabe des Landkreises, wozu er gesetzlich verpflichtet ist. Insgesamt werden hier jährlich 11 Mio. Euro investiert. Mit dem Projekt „Hilfe zur Arbeit“ hat unser Landkreis in den letzten Jahren vielen Menschen geholfen, unabhängig von der Sozialhilfe zu werden und für sich selbst zu sorgen. Außerdem wurde dem Landratsamt auch im Zusammenhang mit der Jugendhilfe seitens des Landtags das Prädikat „positive Visitenkarte in sozialpolitischer Hinsicht“ ausgestellt.

Bei der Jugendhilfe und im Bereich der Jugendarbeit gilt der Grundsatz „Prävention statt Reparatur“. Dies ist auch ein Grund, weshalb in diesem Bereich das Personal weiter aufgestockt wurde.

Im Bereich der Integration wird in unserem Landkreis auch hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet, die noch mehr unterstützt wird. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration bildet die Sprache. Deshalb wird Sprachunterricht bereits im Kindergarten- und Grundschulalter gefördert.

Unsere Ziele

  • Betreuungsangebote
    Das Angebot der Betreuung in den Ferien soll erweitert werden, die Angebote in den Kommunen sollten noch besser koordiniert und vernetzt werden.
  • Berufsvorbereitung
    Die schwächeren Schulabgänger und Jugendlichen werden durch berufsvorbereitende Maßnahmen „an die Hand“ genommen. Mit Aktionen, wie z.B. „Schule trifft Wirtschaft“ oder „Sympaten“ ist die Vernetzung zwischen den Schulen und Arbeitgeber noch weiter zu intensivieren. Eine differenzierte und individuellere Förderung unserer Kinder und Jugendlichen hilft bei der Arbeitsplatzsuche und Berufsfindung.