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Hospiz- und Palliativversorgung

„Selbstbestimmtes Leben in Würde bis zuletzt“

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Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat für das Jahr 2018 eine positive Bilanz zum Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung im Freistaat gezogen.

„Die Versorgung und Begleitung schwerstkranker Menschen ist gelebte Mitmenschlichkeit“, so Huml. Die Menschen sollen wissen, dass sie am Ende ihres Lebens nicht allein gelassen werden. Mit dem Ausbau der Angebote stellen wir in allen Regionen in Bayern eine umfassende und qualitativ hochwertige hospizliche und palliative Versorgung zur Verfügung.“ Im Jahr 2018 wurden in allen Regierungsbezirken in Bayern neue Angebote aufgebaut. „Die Palliativ- und Hospizarbeit ist mir ein Herzensanliegen. Wer das Ende des Lebens vor Augen hat, braucht eine einfühlsame, aber auch medizinisch hochwertige Versorgung - am besten vor Ort.“ Daher ist Huml der flächendeckende Ausbau der Strukturen in den Städten und ländlichen Regionen besonders wichtig: „Das erspart den Angehörigen weite Fahrtstrecken und hilft den betroffenen Familien, in den letzten Tagen und Wochen möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen.“

Flächendeckende Versorgung

In Bayern gibt es derzeit an 108 Krankenhäusern eine stationäre Palliativversorgung mit insgesamt 474 Betten: Neun Krankenhäuser verfügen über eine Palliativstation und einen palliativmedizinischen Dienst, an 57 Krankenhäusern ist ein palliativmedizinischer Dienst tätig. Daneben gibt es im Freistaat 50 SAPV-Teams (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) - 44 Teams für Erwachsene sowie 6 Teams für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus gibt es im stationären Bereich 19 Hospize mit 199 Plätzen für Erwachsene, sowie ein stationäres Kinderhospiz mit acht Plätzen. Den Auf- und Ausbau stationärer Hospize fördert das Bayerische Gesundheitsministerium mit 10.000 Euro pro Hospizplatz und stellt darüber hinaus pro Jahr rund 100.000 Euro für den Aufbau neuer palliativer Versorgungsangebote zur Verfügung. Die ambulante Hospizarbeit wird mit weiteren rund 100.000 Euro pro Jahr gefördert. Diese Mittel kommen den Hospizvereinen für ihre Projektarbeit direkt zugute.

Gegen aktive Sterbehilfe

Ihre Absage an eine aktive Sterbehilfe bekräftigte Huml erneut: „Schwerstkranken Menschen darf nicht das Gefühl vermittelt werden, dass sie der Gesellschaft zur Last fallen. Es ist vielmehr eine ethische Grundentscheidung unserer Gesellschaft, alten, kranken und schwachen Menschen einen Platz in unserer Mitte zu geben.“ In der Hospizarbeit und Palliativmedizin würden Menschen beim Sterben begleitet und ihre Schmerzen behandelt, aber ihr Leben wird nicht um jeden Preis verlängert. „Wenn ein schwerstkranker Mensch gehen möchte, wird sein Wunsch respektiert. Aber es wird nicht aktiv Sterbehilfe geleistet. Das ist der entscheidende Unterschied.“

Pflege-Paket für Bayern

Huml verwies darauf, dass die Bayerische Staatsregierung im April ein Pflege-Paket beschlossen hat. Es sieht unter anderem eine Verdoppelung der hospizlichen und palliativen Versorgungsangebote in Bayern in den nächsten fünf Jahren vor. „Damit setzen wir ein weiteres wichtiges Signal für ein selbstbestimmtes Leben in Würde bis zuletzt.“

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