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Anti-Bauern Kampagne von SPD-Ministerin

Seehofer fordert Entschuldigung

 

Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat beim traditionellen Berchinger Rossmarkt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) für ihre sogenannten „Bauernregeln“ scharf kritisiert. Die vom SPD-Ministerium initiierte Kampagne sei nicht nur eine „Verunglimpfung, sondern eine Beleidigung“, so Seehofer. Er fordert eine Entschuldigung von Hendricks: „Ich rufe die Umweltministerin auf, sich bei den Bauern zu entschuldigen“, sagte der CSU-Chef.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer forderte: „Dieses unsägliche Bauern-Bashing der SPD-Ministerin Hendricks muss sofort gestoppt werden. Hendricks hetzt gegen die bäuerliche Landwirtschaft. Die SPD hat in dieser Diffamierungskampagne des Bundesumweltministeriums bereits viel zu viel Steuergelder verbrannt. Diese sogenannten Bauernregeln zeigen das bauernfeindliche Denken der SPD: Hendricks will die Erzeuger unserer Lebensmittel immer mehr gängeln. Die CSU wird nicht locker lassen, bis diese Kampagne gestoppt ist.“

Satte 1,6 Millionen Euro hat die Kampagne mit elf Reimen gekostet, in denen die harte Arbeit der heimischen Landwirte teilweise grob herabgewürdigt wird. Auch Bundesagrarminister Christian Schmidt hat bei Hendricks protestiert und gefordert, die Kampagne sofort zu abzubrechen.

Erhebliche Kritik übte auch Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Er wirft Hendricks vor „eine vor allem städtische Öffentlichkeit gegenüber der Landwirtschaft in Deutschland zu mobilisieren“. Damit leiste Hendricks einen gefährlichen Beitrag zu einer inneren Spaltung der Gesellschaft. „Die von Ihnen ausdrücklich gebilligte Aktion Ihres Ministeriums geht bewusst und gezielt zu Lasten unserer ehrlich und hart arbeitenden Bäuerinnen und Bauern in unserem Land, die sich ein weiteres Mal von Ihnen und Ihrem Haus gedemütigt, ja verachtet fühlen“, so Brunner in einem Brief an Hendricks.